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Brikke I

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Eintrag · Westfälisches Wb.

Brikke I f. m.

Bd. 1, Sp. 1216
Brikke I f. (auch m.) ⟨Brikke, -n; Dimin. Bricksken (Kr. TecklenburgTek Le)⟩ 1. hölzerner Teller (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:282:StrodtmStrodtm); tellerförmige Unterlage der Zimmerlampe (Lip WWB-Source:219:OesterhOesterh). — 2. Stein im Brettspiel (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:282:StrodtmStrodtm). — 3. Papp- oder Holzscheibe, auf die man Garn oder Zwirn wickelt (Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@DiepenauDi). Übertr.: „He tüht ’n Bricken“ er wirft die Lippen auf (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü). Nähere Angaben: a) aus Holz: Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü, „dünnes, rundes oder eckigtes Stück Holz“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön), viereckiges Stück Holz (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo), runde Scheibe (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — b) „Stern“ aus Pappe (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@SchnathorstSn, Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), Zwirnsrolle in Sternform (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LengerichLe), gezackte runde Pappscheibe (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BegaBg). — c) kleine, oft kreuzförmige Einlage eines Knäuels, um welche der Faden gewickelt ist (Lip WWB-Source:219:OesterhOesterh). — 4. Unterlegscheibe. — a) Vor- bzw. Unterlegscheibe aus Leder oder Metall, durch welche Abnutzungen an Achsen und Lagern ausgeglichen werden (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Ra.: „Et wärt änne teo donne (prall, fest) vör der Bricken“ es geht ihm finanziell sehr schlecht (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — b) kleine Lederösen am Busk der Spinnräder, in welchen die Spindel mit der Speolen (Spule) Lauf und Halt hatte (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BegaBg); Lederlager am Spinnrad (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenHn). — 5. Knebel am Türrahmen (zum Verschließen der Tür) (Frbg.) (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BonnebergBo); Lederlappen, der zwischen Türangel und Hespe (Türband) geklemmt wird, wenn die Tür sich gesenkt hat (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@KühlsenKü). — 6. a) Flicken, kleine Verzierung, die aufgenäht wird (früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LindhorstLh). Im Kinderreim: „De Zirge leip ’n Berg hendal, / un leit datt Oaslock blicken; / Do kamm de Schnieder achteran / mit Scheen un mit Bricken / un wull’n datt Oaslock flicken“ (Kr. MindenMin Kr. Minden@SüdhemmernSh || Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb Kr. Lübbecke@WestrupWp). — b) Flicken auf dem Schuh (Kr. Grafschaft SchaumburgSch Kr. Grafschaft Schaumburg@Groß HegesdorfGh). — 7. Kruste, Dreckschicht: „Wat hässe doer wier fonne Brikken (Dreck) unnern Strümpen“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenHn). — 8. Gesäß. „Diu krigst glüik wecke öwwer de Bricken“ (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BegaBg || Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). „Mii werd se donne für de Bricken, eck mott euerst mol schwanke iut ’er Büxen“ ich muß eilig zur Toilette (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BegaBg). ¶ Vgl. mnd. bricke.
1957 Zeichen · 37 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Dialekt
    Brikke If. m.

    Westfälisches Wb.

    Brikke I f. (auch m. ) ⟨ Brikke, -n ; Dimin. Bricksken ( Tek Le) ⟩ 1. hölzerner Teller ( Osn Strodtm ); tellerförmige Un…

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Brikke III

WWB

Brikke III f. Bricke weibliche Person. — a) kleines Mädchen (im Scherz) (Frbg.) ( Lem Br Bs Lg , Det La De ). — b) abwertend: eigensinniges,…

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Cotta, M. (2026). „brikkei". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/brikkei/wwb
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Cotta, Marcel. „brikkei". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/brikkei/wwb. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „brikkei". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/brikkei/wwb.
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