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Brennpunkt

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Brennpunkt

Brennpunkt

brennen Vb. ‘in Flammen stehen, leuchten’. Die Herleitung ist im Hinblick auf die Doppelkonsonanz nicht ganz sicher. Häufig zurückgeführt auf einen Präsensstamm ie. *bhrenu̯- (mit einer nur im Germ. nachweisbaren n-Infigierung), der zu einer unter Brot (s. d.) behandelten Erweiterung ie. *bhrē̌u-, *bhrū̌- der Wurzel ie. *bher(ə)- ‘aufwallen, in heftiger Bewegung sein’ (bezogen auf Wasser, Feuer, auf Koch- und Gärungsprozesse) gestellt wird. Außergerm. Verwandte sind aind. bhuráti ‘bewegt sich rasch, zuckt, zappelt’, járbhurīti ‘flackert, zuckt, hüpft’ und griech. porphȳ́rein (πορφύρειν) ‘in unruhiger Bewegung sein, aufwallen’. In nhd. brennen sind zwei Verben zusammengefallen: stark flektierendes intransitives brinnen ‘in Flammen stehen’, ahd. (8. Jh.), got. asächs. brinnan, mhd. brinnen, anord. brinna (germ. *brinnan), und schwach flektierendes kausatives transitives brennen ‘in Flammen setzen’, ahd. (8. Jh.), mhd. brennen, got. gabrannjan, asächs. brennian, anord. brenna (germ. *brannjan). r-Metathese liegt vor in afries. berna, burna, mnd. mnl. bernen (intransitiv und transitiv), aengl. beornan (intransitiv) und bærnan (transitiv), zusammengefallen in engl. to burn, ebenso wie in dem etymologisch verwandten Born (s. Brunnen). In obd. Mundarten werden beide Verben bis heute unterschieden. – abgebrannt Part.adj. ‘finanziell mittellos’, zu abbrennen, in der 1. Hälfte des 17. Jhs. von der Sache (das Haus ist abgebrannt) auf den Betroffenen (er ist abgebrannt ‘feuergeschädigt’, dann ‘verarmt, mittellos’) übertragen. durchbrennen Vb. ‘sich heimlich davonmachen’; um die Mitte des 19. Jhs. in der Studentensprache ‘die Universität heimlich verlassen, sich mit Schulden davonmachen’. Brennpunkt m. Treffpunkt achsenparalleler, durch Linsen oder Hohlspiegel gebrochener Lichtstrahlen; in der Mitte des 17. Jhs. für lat. pūnctum ūstiōnis (Schwenter 1636), danach für lat. focus (Marperger 1712); bereits im 18. Jh. häufig ‘zentraler Punkt (auf den sich alle Aufmerksamkeit richtet)’.
2002 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BrennpunktDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Brennpunkt , des — es, Mz. die — e, eigentlich der Mittelpunkt des Sonnenbildes; dann bei Brenngläsern und Brennspie…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brennpunkt

    Goethe-Wörterbuch

    Brennpunkt überwiegend -c-, einmal -ck- N(LA II 3,4) 1 opt: Fokus so mag man das Sonnenbild nach dem Focus zusammenziehe…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brennpunkt

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Brennpunkt , Focus. Wenn parallele Lichtstrahlen auf eine convexe Linse oder auf eine concave Spiegelfläche auffallen. s…

  4. Spezial
    Brennpunkt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Brenn|punkt m. (-[e]s,-e) 1 focus m. 2 ‹fig› zënter (-tri) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brennpunkt

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von brennpunkt 2 Komponenten

brenn+punkt

brennpunkt setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brennpunkt‑ als Erstglied (1 von 1)

Brennpunktsabstand

Campe

brennpunkt·s·abstand

○ Der Brennpunktsabstand , des — es, Mz. die — stände, der Ab= stand des Brennpunktes von dem Mittelpunkte des Brennglases oder Brennspiegel…

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APA
Cotta, M. (2026). „brennpunkt". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/brennpunkt/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „brennpunkt". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/brennpunkt/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „brennpunkt". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/brennpunkt/pfeifer_etym.
BibTeX
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