boreyden” (SL: Hamb. dt.-
lat. Gl.), „de trane sint or (dem Weibe) rede, wen se wil” (SL: Eccles.), und dô solche rēde beslōten wêren vêr r. perde gesādelt (Oldecop 163), ên jēwelk schal sîne wāpene r. hebben unde kōmen sîneme nâbûre tô helpe (Kieler Burspr. 173), (Personen:) ausgerüstet, reisefertig, (Soldaten:) gerüstet, alse ûse kumpânen dô r. wêren tô rîdende (Ub. Hambg. 4, 139), de hērtige ... bot alle den sînen r. tô wēsende hērevārt tô dônde op de Wenden (Chr.
d. d. St. 19, 16); °(rechtl.:) belangbar, „Do segede Thonies vorgenant: ‚Neyn', hey en were de neste erven nicht, hey en were nicht reide to der clage” (Ub. Dortmund 3, 345); r. māken bereit machen, verfügbar machen, „expedire” (Voc. Strals. ed. Damme), (sik) r. māken (sich) fertig machen, bereit machen, sê mākeden r. up ēn kort machten sich in kurzer Zeit bereit, rüsteten sich (Chr.
d. d. St. 31, 1, 157), „Ich hebbe dyner 2 - 3 - 4 dage getouet, vnd du heffst dy noch nicht rede gemakedt, hadde ickt gewust, dattu dy so langetzamb rede makest, ich wolde diner nicht getouet hebben” (Tönnies Fenne 2, 351); — (substantiv.:) im r.n sîn/int r. sitten bereit sein, gerüstet sein, de manschop muste dach unde nacht int r. sitten mit harnsche unde pērden (Arch. Staats- u. Kirchengesch. 4, 471), ên îder schal im r.n sîn mit schüffeln und spāden wen ēme tôgesecht wert in di welle und statgrāven ôk in die hāven und dîke tô gânde (Wism. Bürgerspr. 349); oder zu
4rēde 1.?. 3. (Geld:) bar, „Rede alse he ghaf em dat gheld rede expedite promte” (Voc. Strals. ed. Damme), r. gelt Bargeld, ȫre gelt bê(i)de rê(i)t und up de krîte (Hamb. Burspr. ed. Bolland 2, 345), hê solde sôdâne lāken vorkôpen vȫr rê(i)t unde nicht tô borge (Lüb. Urt. 4, 301), hundert r. mark (Chr.
d. d. St. 7, 132), vîf schillinge in r.m gelde (Lüb. Tot. 78,
V. 1376), dat ik entvangen hebbe vefteyn r.r penninge (Ub. Husum 7), dat heft hê mî r. berê(i)t unde betālet (Lüneb. Donat 210), (Sprw.:) rê(i)t gelt is nû de beste wāre (Tunnicius 78;
vgl. Prov. Comm. 18),
vgl. °rê(i)degelt; r. ümme r. bar gegen bar, dat men ... anders nicht kôpslāgen schal den r. ümme r. nâ ōlder wōnte (Hanserec. II 4, 120), dat nîmant in der hense wēsende mit jēmende bûten der hense kôpslāgen en schal anders denne mit r.me ümme r. (Hanserec. I 7, 299); r. ȫver in bar, kan hê des nicht r. ȫver betālen sô lâte hê dat tô borge anmâlen (Köker ed. Cordes 33). 4. (adverb.; temp.:) schon, bereits, längst.
[]— 4.1. (in der Vergangenheit geschehen:) de kindere dê hê r. heft unde dê ȫme noch wērden mȫgen (Ub. Hameln 1, 146), dê dâr r. licht up der ērden dê envalt nicht van den benken (Köker ed. Cordes 61), mennich wil den dü̂vel lāden unde heft ȫne r. sitten bî dem vü̂re (
ebd. 55), de klê(i)dere dâr r. mutten inne sint dê henge up ênen kü̂kenkorf dâr ên kōlvü̂r under sî (Prompt. med. ed. Seidensticker 91); — (auch in der Vbdg.:) al r., mit anderen gûden dê sê al r. hebbet an dat sülve ammecht gebracht (Ub. Obernkirchen 240), ôk wat sê slachtet hebben dat schālet sê des morgens al mit sik nēmen in de schernen âne wat al r. vorkoft is (Rint. Stat. 73);
vgl. 1alrê(i)de. — 4.2. (aus der Vergangenheit bekannt, regelmäßig wiederholt:) wô hê lange tît r. gedân hadde (J. Brandis 21), alle singent ȫverst und lēsent dat vȫr de prēdige geschüt in der missen kȫne wî und willen ôk nicht bēter māken wen it r. up de sondāge gemāket is (Lüb. KO ed. Hauschild 70). — 4.3. (früher eintretend als erwartet:) dô wêret r. âvent gewēsen (Oldecop 626). — 4.4. (auf eine Zeitspanne bezogen:) dewîle bî den vrömden kalveren de gevâre des afstervens wen wî sê r. etwas gemestet tô besorgende is (Lüneb. ZR 125), underdes wurt it dat de sonne wol r. ê(i)ne stunde geschēnen hadde (Kantzow ed. Gaebel 23). — 4.5. (zeitl. Nähe betonend:) unmittelbar, gerade, dat r. altõhant vȫre ... geschrēven is (Prompt. med. ed. Seidensticker 179), unangesên dat ik hîr r. von geschrēven hebbe (Oldecop 472), dat molder roggen galt tô Hildensem r. vȫr wînachten nēgen punt (Oldecop 660). — 4.6. (zeitl. Aktualität betonend:) jetzt, derzeit, „Rede alrede nu to van stunden an iam nunc” (Voc. Strals. ed. Damme), r. nicht jetzt noch nicht, ik mut êrst sûpen noch 'n lüttik mêr r. kan'k nicht seggen wô it mî schmakt (Schausp. 34: Vitulus,
V. 271). 5. (adverb.; mod.:) gänzlich, ganz und gar, hedde hê dat āver tôm ganzen ende r. gekoft (Ub. Hildesh. 4, 327), alsô dat wî unsem vȫrbenö̂meden hêren van Lü̂nenborch r. wedder kêret hebben mit r.m gelde (Ub. Hildesh. 2, 359), wen jēmand r. nichts sünderges tô bichtende heft sô scholde hê doch kāmen tô dem prēdikanten vȫr der sacramententvanginge (Meckl. Jb. 24, 146), êne summen geldes dê ös berê(i)t is unde wê in ûses goddeshûses nut unde vrōmen r. gerēket hebben (Ub. Quedlinbg. 1, 107); (verstärkend:) völlig, überhaupt, unde wert âne twîfel ēne mêr tô schāden alse tô hêile sîn wen sê r. unvorsêhens efte unwētens wērden tôgelâten (Neoc. 2, 121). 6. (in Vbdg. mit konz. oder kond.
Konj.:) efte/ofte/wen r. wenn auch, wenngleich, obschon, hê hadde den brêf wol vorborgen dan ofte r. hûssö̂kinge geschêge dat de brêf lîkewol
[]vorborgen blēve (SL: Renner), „dyne voͤrsychticheit O Vader regeret ydt/ wente du gyffst ock im Meere wege vnd mydden manck den Buͤlgen sekeren lop/ dar du mede bewysest/ wo du an allen enden helpen kanst/ wen sick ock rede yemandt ane Schip int Meer geue” (Nic. Gryse Laienbibel 1, Q 4
∨); —
vgl. 1gerê(i)de,
2gerê(i)de.