Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
biuteln swV.
2 Part.-Adj.: gebiutelt brôt ‘Brot aus gebeuteltem Mehl’
1 ‘etw. (gemahlenes Getreide) mit einem Sack sieben’ sam ob Got ein mel butilte / von irlesenen kernen / [...], / also schiet got uz die clien / des vleisches an Marien HeslApk 3250; StRAugsb 171,31 ( → biutelære ). 171,33 ( → biutel 2). – übertr. bei Eckh : ‘etw. verfeinern, läutern’ dâ von ist daz ouge sô kleinlich und sô verwenet, daz ez diu dinc niht ennimet in der gropheit, als sie an in selber sint; sie müezent ê gebiutelt werden und klein gemachet in dem lufte und in dem liehte Eckh 1:151,6. 2:366,6; alsô muoz diu sêle gebiutelt werden in dem liehte und in der gnâde, diu got schouwen sol ebd. 2:366,7. 1:275,10. 3:200,29 2 Part.-Adj.: gebiutelt brôt ‘Brot aus gebeuteltem Mehl’ idoch wizz, [...] daz ungepäutelt prôt verschoppet den leip minner denn daz gepäutelt BdN 403,11; wan diu nâtûr zeuht daz gepäutelt ze vast an sich, sô sinket daz ungepäutelt mêr an den grunt und suochet des leibes porten paz ebd. 403,11
MWB 1 838,55; Bearbeiter: Tao