Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
birenken sw. v.
sw. v.; ae. bewrencan (in anderer Bed.); vgl. mhd. nhd. renken.
Verschrieben (?): bi-renkict: part. prt. S 365,2,2 (Merseb.; anders Eichner-Nedoma, Die Sprache 42,113 f., die eine Bildg. *birenkiht adj. ‘verrenkt’ (s. u.) mit -ct für ht (zu -(o)ht vgl. Henzen, Wortb. § 131) oder *birenkîg adj. dass. mit nachträglichem Antritt von t erwägen).
verrenken (oder einrenken?): du uuart demo Balderes uolon sin uuoz birenkit; seit Grimm (vgl. J. Grimm, Kl. Schr. II,17) wird fast durchgängig die Bed. ‘verrenken’ angenommen (so auch Schützeichel, Ahd. Wb.7 S. 258); anders Beck, Zaubersprüche S. 160 f. (u. zuvor schon Wrede, S.-B. d. Preuß. Akad. d. Wiss., Phil.-hist. Kl. 1923, S. 89), der mit Hinweis auf die lokale Bed. des Präfixes bi- (vgl. dazu auch Henzen a. a. O. § 63) sowie aufgrund der passivischen Konstr. besser ‘einrenken’ übersetzen möchte.
Vgl. Beck, Zaubersprüche2 S. 160 ff.; zur umfangreichen Lit. vgl. ebda. S. 387.