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Beyle

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Beyle

Bd. 2, Sp. 804
Beyle (spr. bǟl'), Henri, franz. Schriftsteller, meist unter dem Pseudonym Stendhal (spr. stangdall, von Stendal, der Heimat des von ihm verehrten Winckelmann) auftretend, geb. 23. Jan. 1783 in Grenoble, gest. 23. März 1842 in Paris, wurde nach einem an Abenteuern reichen Jugendleben kaiserlicher Beamter. machte die Feldzüge in Deutschland mit, ward 1812 Auditeur im Staatsrat und ging nach der zweiten Restauration nach Italien, das jetzt sein Lieblingsaufenthalt wurde. Nach der Julirevolution von 1830 wurde er Generalkonsul in Civitavecchia. Seine hauptsächlichsten Schriften sind die Romane: »Armance« (1827, 3 Bde.), »Le Rouge et le Noir« (1831, 2 Bde.) und besonders »La Chartreuse de Parme« (1839, 2 Bde.; oft aufgelegt), in denen sich Vorzüge, wie scharfe Charakteristik, pikanter Stil und glänzender Witz, aber auch Fehler finden, wie krankhaftes Jagen nach Originalität und Mangel an sittlicher Idee. Unter seinen übrigen Schriften sind die bedeutendsten: »Lettres écrites de Vienne sur Haydn, etc.« (1814, unter dem Namen A. C. Bombet); »Histoire de la peintureen Italie« (1817, 2 Bde.); »De l'amour« (1822, 2 Bde.); »Racine et Shakespeare« (1823). Nach seinem Tod erschienen: »Nouvelles inédites« (1853); »Romans et nouvelles« (1854); »Correspondance inédite« (1855); »Vie de Henri Brulard«, eine leichtverkleidete Selbstbiographie (1890), von der weiteres in seinem »Journal« (1888) und in den »Souvenirs d'égotisme« (1892) enthalten ist, ferner: »ll:uvres posthumes. Napoléon etc.« (1881, 3. Aufl. 1897) und »Lettres intimes« (1892). Sein bedeutendster Schüler, Mérimée, übertrifft ihn an Eleganz des Stiles. Ihren größten Erfolg haben Beyles Romane erst in unsrer Zeit errungen. Unter den neuern Schriftstellern wollen sowohl die Naturalisten (Zola) als die Psychologen (Bourget) in ihm einen Vorgänger erblicken. Vgl. Paton, Henry B., a critical and biographical study (Lond. 1874); Cordier, Stendhal et ses amis (Evreux 1890); Rod, Stendhal (Par. 1892); Farges, Stendhal diplomate. Rome et l'Italie de 1829 à 1842 (das. 1892); P. Brun, Henri B. (Grenoble 1900); Stryienski, Comment a vécu Stendhal (Par. 1900; mit zwölf Porträten des Dichters); A. Chuquet, Stendhal-B. (2. Aufl., das. 1902); Rüttenauer, Aphorismen aus Stendhal (Straßb. 1901).
2303 Zeichen · 45 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beyle

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Beyle (Bähl), Henry, geb. 1783, franz. Schriftsteller der romant. Schule, schrieb unter den Namen Bombet und Stendal übe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beyle

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

beyle‑ als Erstglied (3 von 3)

Beylêgen

Adelung

beyle·gen

Beylêgen , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Activum. 1. Eine Sache bey oder neben der andern legen. 1) In eige…

Beylehen

Adelung

beyle·hen

Das Beylehen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Bergwerken, die nach dem Hauptlehen aufgekommenen Lehen, d. i. Berggebäude und Zechen.

Beyleid

Adelung

bey·leid

Das Beyleid , des -es, plur. car. ein Leid, oder ein Schmerz, welchen man bey des andern Unfalle empfindet. Jemanden sein Beyleid bezeigen. …