Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
beredunge stf.
1. die beweislieferung (meist durch eid, auch kampf) sowohl zur belastung, wie zur vertheidigung. her mus ire beredunge (der kläger) nemen mit allem rechte, der angeklagte, kulm. recht 5,39. wan er das gesprichet, er wol in bereden, convincere, sô sol die beredung für sich gân bei Scherz 1,122. — daʒ sol man vor seiner beredung tuon, bevor er zum beweise seiner unschuld zugelassen wird, münch. stdtr. 247. des beredung und seiner helfer entschuldigung sol man niht nemen das. 249. beredunge, das wort um sich zu vertheidigen, ein man haben sol, den an unwârhafter tât nie ein hêrre funden hât Ernst 1216, vgl. 1210 daʒ het er wol verwendet ê, het er den unschuldigen man zcu rehter rede komen lân. vgl. haimburger handfeste 284. sô muos er sein beredung fürnemen mit seinen zweien fingern, das er unschuldig sei bei Scherz 1,123. laugent er im des zinses, da muʒ der hofherr jenes beredung umb nemen, oder er muʒ in beziugen selb dritte, juramentum purgatorium, ebenda.
2. die verabredung, besonders schlichtung, beilegung. dise beredunge und rachtunge bei Scherz 1,123. nach data diser beredung ebenda.
3. übele nachrede, verleumdung. von scheppen beredunge kulmer recht 5,13.