Bentheim ON Kr. Grafschaft Bentheim ⟨Aussprache des ON in Kr. Grafschaft BentheimBen
s. hs. Karte 44 zu WWB-Source:234:RakersMBRakersMB⟩ Ortsneckereien:„Gronau is ’ne Statt [Kr. Ahaus], Gilluus is noch wat [Gildehaus, Kr. Bentheim], Bempm is ’n Slott,Schüttrup is ’n Swieneßchott [Schüttorf, Kr. Bentheim]“. (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GildehausGh = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 23). Anspielung auf die „Bentheimer Moppen“, das Bentheimer harte Kleingebäck: „Benntemske Moppen“ (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@GronauGr = WWB-Source:47:BüldBüld 153).„Bempßche Moppm, bint guut te verkloppm“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GildehausGh = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 34), oder „... doar küönt ole Wiewe guut up kloppm“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@SieringhoekSi = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 34); Anspielung auf die Steinbrüche in den „Bentheimer Bergen“: „Bempßche Klippmspringer“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@SchüttorfSc Kr. Grafschaft Bentheim@SieringhoekSi = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 35). — Der Ausruf des Erstaunens, der Überraschung, des Ärgers oder des Erschreckens: „Herrgott fan Bäiⁿtem (Bempm)!“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi || Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = GarmSp 1712, die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh ist — häufig in hd. Form — über Westf. hinaus im Nd. bis ins hd. Sprachgebiet hinein verbreitet; er steht im Zusammenhang mit dem frühromanischen Sandsteinkreuz im Bentheimer Schloßhof). „Herrgott von Bentheim, in Schüttorf ist gar keiner“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HoogstedeHo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 33), ... in Gildehaus gibts keinen (Kr. Grafschaft BentheimBen Xy = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 32 || Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@GronauGr = WWB-Source:47:BüldBüld 152). — Bentheim in Wiegenliedern:„Ēken Bēken, Wāgen, wī woll ’n nao Benten henjāgen, äs wi daor in Benten käumen, laig de Kō bī ’n Hērd un süng, Kälfken laig achter de Wēgen un spünt, Hündken kjett de Bottern, Kättken wasket dē Schötteln ūt, Swalben drogen’ Dreck derūt, Flēemūs kīert Hūs ūt, Flēemūs waor is dīn Hūs? bōwen up dat hauge Hū
s. Flēemūs, wat dös du daor? ...“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@ReckeRe). „Kückele, kückele, Haane, lehn mi dinen Waagen, wi wollen no Bentheim jagen. Äs wi nu in Bentheim käumen ...“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). „Siege sage Hottewage, wolln met de Koo noa Bēⁿmpm jaagn, Bēⁿmpm was geslottn, Slöttel was gebrockn,was genn Smitt of Timmermann, dee denn Slöttel weer maakn kann“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 190;
vgl. auch
ebd. 191 — 193, 195, 197 und — als Lügenlied (ähnl. oben Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@ReckeRe) — 463).„Huppsapp Peertien up ’m Draff, morgn is et Soaterdach, dann will wij noa Bēⁿntem jaagenun ’n heeln Schoat vull Plässies [Plätzchen] haaln“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@RatzelRa = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 205;
vgl. auch
ebd. 215). — Im Fingervers: „Dümmling woll naoh Bent’m hen“ (WWB-Source:134:JbEmslJbEmsl V 110 || Kr. LingenLin Kr. Lingen@GleesenGl Va).