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Bekenner

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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16 in 16 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bekenner

Bekenner

bekennen Vb. ‘gestehen’, auch ‘offen seine Überzeugung kundtun’, ahd. bikennen (8. Jh.), mhd. bekennen, eine Präfixbildung zu kennen (s. d.), bedeutet zunächst ‘kennen, erkennen’ (bis ins ältere Nhd.; daher das aus dem Part. Prät. hervorgegangene Adjektiv bekannt, s. d.). In der mhd. Rechtssprache entwickelt sich die Bedeutung ‘etw. bekanntmachen’ (‘die eigene Schuld eingestehen’ und ‘als Zeuge etw. zur Sache aussagen’), die wie die namentlich bei den Mystikern des 14. Jhs. hervortretende Variante ‘aus innerster Überzeugung öffentlich für etw. eintreten’ zu den heutigen Verwendungen hinführt. In letzterem Sinne wird das Verb im Nhd. auch reflexiv gebraucht (sich zu etw., jmdm. bekennen); vgl. dagegen ahd. sih bikennen ‘sich erinnern’, mhd. sich bekennen ‘Bescheid wissen, zur Erkenntnis kommen’. – Bekenner m. ‘wer offen seine Überzeugung kundtut’, mhd. bekenner (14. Jh.), anfangs Nomen agentis in der juristischen Sphäre, dann unter Einfluß der Mystik in der Bedeutung ‘Verfechter einer Glaubenslehre’. Bekenntnis n. ‘Geständnis, öffentliches Eintreten für eine Überzeugung’, ahd. bikantnussi n. (Hs. 12. Jh.), mhd. bekantnisse, bekentnisse f. und n. ‘Kenntnis, Geständnis, Zeugnis’, Ableitung vom Part. Prät. mhd. bekant, deshalb auch im Frühnhd. noch Nebenformen wie Bekanntnuß oder (bis ins 18. Jh.) Bekänntnis. Der bei den Mystikern einsetzende religiöse Sondergebrauch ist vom 16. Jh. an verbreitet (‘Eintreten für eine Glaubenslehre’), dazu stellt sich die Bedeutung ‘christliche Glaubenslehre, Konfession’ (19. Jh.); im 18. Jh. setzt sich allgemein neutrales Genus durch.
1590 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bekennerstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    be-kenner stm. disiu übervart ist manigen bekennern verborgen Myst. 2. 537,24 ;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bekennerM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    bekenner , M. Vw.: s. bekennære*

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bekênner

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Bekênner , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Bekennerin. 1) Im theologischen Verstande, der die wahre Religion …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bekenner

    Goethe-Wörterbuch

    Bekenner zu bekennen 2: Anhänger eines Glaubens (auch term für den Heiligen, der nicht als Märtyrer gestorben ist 1) ), …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bekenner

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bekenner (confessores) , in der alten Kirche solche Heilige, welche in der Verfolgungszeit ihren Glauben vor den heidnis…

  6. Spezial
    Bekenner

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Be|ken|ner m. (-s,-) aderënt (-c) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bekenner

5 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bekenner 3 Analysen

be- + kenner

bekenner leitet sich vom Lemma kenner ab mit Präfix be-.

Alternativen: be-+ken+-ner be-+kennen+-er

bekenner‑ als Erstglied (1 von 1)

bekennerin

DWB

bekenne·rin

bekennerin , f. die warme bekennerin eines glaubens, der auf liebe gebaut ist. Gotter 3, 123 .

bekenner als Zweitglied (4 von 4)

Rentbekenner

DRW

rent·bekenner

Rentbekenner, m. wie Rentgeber [der jonger rentier] magh alsdan kommen op den rent-bekenner ... om die betalinge van syn verloop, ende ... e…

vorbekenner

DWB

vor·bekenner

vorbekenner , m. , einer der vor andern erkennt, logicus Diefenbach gloss. 335 b ; entsprechend: prescientia vorbekenntnisse 456 b ; pronost…

vȫrbekenner

KöblerMnd

vȫrbekenner , M. Vw.: s. vȫrbekennære*