Hauptquelle · Grimm Neubearbeitung (1965–)
BEGEHRLICHKEIT f.
BEGEHRLICHKEIT f. mhd. begerlîcheit, mnd. begērlĩchê i t; zu begehrlich (s. d.) , zunächst nur im 14. u. 15. jh. gebräuchliche abl., im 18. jh. wiederaufgenommen oder neugebildet, nun hauptsächlich in pejorativer bedeutung. 1 sinnliches, bes. erotisch-sexuelles verlangen, lüsternheit; gier: ⟨1315/23⟩ erlich unde unbefleckit hilden si or eliche lebin mit ein andir, nicht in der brunst liblicher geluste unde begerlichkeit, sundirn in elicher kuschlicher zuchtikeit Köditz hl. Ludwig 27 R. ⟨E14.jh.⟩ di da stetlich mussig gehen: / in bosen gedancken si allezyd sten / unnd vol suntlicher begerlickei…