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Becket

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Becket

Bd. 2, Sp. 539
Becket, Thomas, Erzbischof von Canterbury, geb. um 1115 in London. Als Archidiakonus zu Canterbury gewann B. die Gunst König Heinrichs II., der ihn zum Kanzler und 1162 zum Erzbischof ernannte. Damit trat ein Wendepunkt in Beckets Leben ein: aus dem vertrauten Gehilfen der monarchischen Bestrebungen des Königs wurde er Vorkämpfer der Hierarchie im Sinne Papst Alexanders III. Seinem Versuch, den Klerus von der weltlichen Gerichtsbarkeit zu befreien, stellte der König durch die Konstitutionen von Clarendon (1164) das alte Herkommen als Landesgesetz entgegen, und als B., vom Papst seines Eides entbunden, seine Unterschrift zu den Konstitutionen zurücknahm, ward er des Meineides schuldig erklärt. Er floh hierauf nach Frankreich, von wo aus er unter dem Schutz des Papstes den Kampf mit den geistlichen Waffen fortsetzte. Nach scheinbarem Ausgleich kehrte er 1170 nach England zurück. Wenige Wochen darauf verführte ein vorschnelles Wort des durch die Klagen der von B. gebannten Bischöfe erbitterten Königs vier Ritter, den Erzbischof am Altar der Kathedralkirche von Canterbury 29. Dez. 1170 zu erschlagen. Geistlichkeit und Volk warfen die Blutschuld auf den König, der sich 1172 einer Untersuchung der Sache durch päpstliche Legaten unterwerfen, den Reinigungseid schwören und die fast gänzliche Exemtion der Geistlichkeit von weltlichen Gerichten nebst andern kirchlichen Anmaßungen zugestehen mußte. B. ward als Märtyrer der kirchlichen Freiheit 1172 kanonisiert und bald als der vornehmste Schutzheilige Englands verehrt. Heinrich II. selbst unterwarf sich 1174, um sein Volk zu versöhnen, einer schimpflichen Buße auf Beckets Grab zu Canterbury. Heinrich VIII. hat 1538 die Gebeine des Heiligen als eines Majestätsverbrechers verbrennen lassen. Vgl. »Materials forthe history of Th. B.« (hrsg. von Robertson und Sheppard, Lond. 1875–85, 7 Bde.); Abbott, S. Thomas of Canterbury (das. 1898, 2 Bde.) und die betreffenden Abschnitte in Reuter, Geschichte Alexanders III. (Leipz. 1860–64, 3 Bde.). Konr. Ferd. Meyer behandelte sein Leben in der Novelle »Der Heilige«.
2082 Zeichen · 37 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Becket

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Becket , Thomas, geb. zu London 1119, wurde 1154 Archidiakon des Erzbischofs von Canterbury, bald darauf Kanzler des Kön…

  2. modern
    Dialekt
    Becket

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Becket Band 2, Spalte 2,43f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit becket

2 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von becket 2 Komponenten

bec+ket

becket setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

becket als Zweitglied (2 von 2)

schêfbecket

MNWB

schef·becket

schêfbecket , adj. , schiefmäulig, als grobe Schelte: sch.-de kachel (Quaer. civ. Emed.).

schēfbecket

KöblerMnd

schēfbecket , Adj. Vw.: s. schēfbeket*