Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Baudelaire
Baudelaire (spr. bod'lǟr'), Charles , franz. Schriftsteller, geb. 21. April 1821 in Paris, gest. daselbst 31. Aug. 1867, wurde von seinem Stiefvater (den Vater hatte er früh verloren) nach Ostindien geschickt, damit er die Neigung zum Dichten verlöre: doch blieb er seinem Vorsatz, Schriftsteller zu werden, getreu. Er machte sich einen Namen durch die Übersetzung der Werke Edgar Poes, von der 1856–65 vier Bände erschienen. Am meisten Aufsehen aber erregte er durch seine Gedichtsammlung » Les fleurs du mal « (1857), aus der einzelne Stücke als unmoralisch durch gerichtlichen Urteilsspruch verpön…