Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
BANEKE swv.
1. diu ros baneken, so wie die rosse ausgeschifft sind, wird befohlen diu ros sol man baneken umher reiten, damit sie wieder frisch und tüchtig werden. Gudr. 1146,4. vgl. 1149.
2. den lîp baneken sich zur erholung, so wie zur stärkung und übung der kräfte bewegung machen. dise banecten den lîp Iw. 11. er wolte bancken den lîp... er wolte sich môvieren daʒ er untz ors wærn bereit Parz. 678,3. 12.
3. sich baneken sich durch behagliche anstrengung erlustigen. in den walt rîten, und sich dâ baneken, hœren die hunde und kurzen die stunde En. 1670. als die süeʒen adelarn sich bankende swingen Geo. 160.
4. den lîp, diu glider, sich, sinne, gedanke baneken mit etw. vermittelst etwas jene übung oder jenen genuß sich verschaffen. swie wir mit fröuden baneken den lîp, doch müssen wir sterben Geo. 1070. hie (mit lernen, reiten etc.) banekete er sich ofte mite Trist. 2110. er bancte ze gote sîne glider mit vênigen und mit gebet an einer heimlîchen stet bî dem kôre nâhen Kolocz. 180. hie (mit moraliteit) bancte si ir sinne und ir gedanke dicke mite Trist. 8025.
5. baneken gân, rîten, oder sich baneken rîten zur leibesbewegung, zur erholung gehn, reiten, die andern giengen als man tuot panichen her unt dar kindh. Jes. 95,37. mit sînen jungelingen wolt er sich banken rîten En. 9841. er reit sich baneken danne En. 11289. — daʒ ich zuo Laurente banken reit En. 10922. er was geriten dan baneken unde warten ob er iht ze tuone funde Erec 9000. ob er wolte baneken rîten Parz. 30,1. eteslîche banken wârn geriten durch kurzwîl mit vederspil W. Wh. 236,2. reit baneken an daʒ velt gr. Ruod. I, 23. Wigal. 180.