Bakkelken ⟨Bakkelken Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@HauskämpenHk Kr. Nienburg (Weser)@LoccumLo Kr. Nienburg (Weser)@NordelNo Kr. Nienburg (Weser)@Bad RehburgRb
n. Wa
f. Ws
n., Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@FrotheimFr Kr. Lübbecke@TonnenheideTo, Kr. MindenMin Kr. Minden@AminghausenAh Kr. Minden@BierdeBi
n. Bm Bö Br
f. Da Dü Ei El Fr Ha
f. Hä Hb Hi
f. Hm
f. Hv Hz
n. Kb Kh Lb Lf Ma Me Mi Nh
n. Ol Qu
n. Sf Sh St
n. Ul
f. Wh Wk, früherer Verwaltungsbezirk BückeburgBük früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@HeeßenHs früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@PetzenPe früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@RöckeRö früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@SteinbergenSt, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@SülbeckSü
n., Kr. Grafschaft SchaumburgSch Kr. Grafschaft Schaumburg@BensenBe Kr. Grafschaft Schaumburg@HohenrodeHr Hz Kr. Grafschaft Schaumburg@RosenthalRt Kr. Grafschaft Schaumburg@SchaumburgSb Kr. Grafschaft Schaumburg@WestendorfWd), -chen (Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@MünchehagenMh, Kr. MindenMin Kr. Minden@FriedewaldeFw Kr. Minden@TodtenhausenTo Kr. Minden@VeltheimVh, früherer Verwaltungsbezirk BückeburgBük früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@LuhdenLu früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@MeinsenMe, Kr. Grafschaft SchaumburgSch Kr. Grafschaft Schaumburg@RohdenRn, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@BergkirchenBk früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@HülshagenHh früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@MeerbeckMb
n.), -gen (Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@SteinbrinkSt); Wakkelken (Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@BohnhorstBh); Bachelchen (Kr. MindenMin Kr. Minden@NammenNa); (mit Umlaut) Bekkelken (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@OstscheidOs, Kr. MindenMin Kr. Minden@DöhrenDö Kr. Minden@EidinghausenEn Kr. Minden@NeuenknickNk Kr. Minden@WindheimWh, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@HespeHe früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LindhorstLh früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@NordsehlNo früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@NiederwöhrenNw früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@PollhagenPo, Kr. Grafschaft SchaumburgSch Kr. Grafschaft Schaumburg@OttensenOt
n.), -ä- (früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@EnzenEn
n. He Ni
n.), Bekkelchen (früherer Verwaltungsbezirk BückeburgBük früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@SüdhorstenSh, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LauenhagenLa früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@NienbrüggeNb früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@ProbsthagenPh früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@WiedenbrüggeWi früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@WölpinghausenWö, Kr. Grafschaft SchaumburgSch Kr. Grafschaft Schaumburg@RöhrkastenRk), -ä- (früherer Verwaltungsbezirk BückeburgBük früherer Verwaltungsbezirk Bückeburg@VehlenVe, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@HeuerßenHs früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@VolksdorfVo
n.). (Anschluß an hd. „Bach“?) Bechelken (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo), -ä- (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi
n. Go, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@HagenburgHb). — Weitere Formen: „Becherken“ (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@WittelWi), „Bettelken“ (früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LüdersfeldLf), „Bartelken“ (Kr. Nienburg (Weser)Nie Wi)⟩ Primel, Schlüsselblume, Himmelsschlüssel. — Kr. Grafschaft DiepholzDie Belege führen meist keine bestimmte Unterart der Primula-Gattung
an. In der Regel ist wohl primula veris gemeint; doch primula elatior ist angegeben für Bekkelken (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh) und Bakkelken, auch Bächelken (häufig Min), „rote Gartenprimel“ (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). ¶ Kr. Grafschaft DiepholzDie Bezeichnung gilt in einem geschlossenen Gebiet. S. WWB-Source:63:DWADWA 1, Karte Schlüsselblume. Dazu Elisabeth Diederichs, Kr. Grafschaft DiepholzDie Schlüsselblume. Untersuchungen zum Deutschen Wortatlas (Gießener Beiträge zur deutschen Philologie, Heft 100), Gießen 1952, S. 41
f. — E. Diederichs stellt B., in dem sie ein nl. Siedlungswort vermutet, mit Recht unter Hinweis auf nl. bakkruid und
mnd. backenkrût zu bakken. Kr. Grafschaft DiepholzDie Form Bakkelken ist jedoch wohl nicht als Verbalabstraktum eines iterativen bakkelen aufzufassen, sondern wird auf eine Zusammensetzung zurückzuführen sein, wie sie etwa in den schon genannten Komposita nl. (ma.) bakkruid (Belege
s. WWB-Source:122:HeukelsHeukels 198
f.) und
mnd. backenkrût oder auch in dem im Bakkelken- Gebiet vorkommenden Bakkel(s)blō¹m(e) (
s. a. Belege bei WWB-Source:180:MarzellMarzell III 1072) belegt sind. Das inlaut.-(e)l- ist eine im Wortgebiet übliche Kompositionsfuge (
vgl. z. B. WWB-Source:63:DWADWA 12, Karte Backtrog). Eine nicht lokalisierbare Form Backel(l)e ist in einem Arzneiverzeichnis des 15.
Jh. (WWB-Source:180:MarzellMarzell III 1072) angeführt. — Auf eine Verwendung der Primel zum Backen weist E. Paque (De Vlaamsche volksnamen der planten. Namen 1896, S. 32f.
s. v. Bakbloem und Bakkruid): „Het jonge kruid wordt met andere planten in koeken gebakken: van daar de naam.“ Wahrscheinlich sind auch Benennungen wie „Kuchenblume“, vielleicht auch „Pfannekuchenblume“ (
s. ma. Belege bei WWB-Source:180:MarzellMarzell III 1064f, WWB-Source:122:HeukelsHeukels 198f) ursprünglich nicht in einem backwerkähnlichen Aussehen der Primel motiviert, sondern in ihrer Verwertung. In diesem Zusammenhang sei auf
mnd. bakkenkrût hingewiesen, das neben ’primula veris’ auch ’Latwerge, Konfekt, electuarium’ bedeutet (
s. WWB-Source:193:MndHwbMndHwb I 135 und die Belege MndWb I 138).