Eintrag · Rheinisches Wb.
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Bär IV bE:r, –ę·ə.-, –ē·ə.-. –ī·ə.- m.: 1. wie nhd., ursus. RA.: Bor (Bauer), Bär un Ber (Eber) sin drei kodde (böse) Der Köln. Me verköpt dem B.ən de Hut nit ihe, bös men en hät Sol. Verkof et Fell net, ih de de B. häs! Dür-Gürzenich. Bei B.ə on Toəre es manche Schlag verloəre MGladb-Rheind. Hej wüd sech noch ens ene B. wänzele hier wird es noch etwas absetzen Kempld. Hei wörd sech von Dag gene gruəte B. wängksele es wird heute kein hoher Besuch kommen Kemp-SPeter. Enem B. bönge goəhn noch spät abends aufs Feld gehn zur Arbeit, wenn andere längst Feierabend haben Kemp. De löt den B. bromme lang Zurückgehaltenes (Groll, Übermut, Jugendlust) kommt zum Ausbruch Mörs-Neuk. Dä hät ene B. am Sel er kommt langsam des Weges Düss-Lintorf; ist betrunken Düss-Angermund. Dem B spannen anmassend auftreten Kempld. Der es a se domm, vor met eme B. se danze Saarbr-Sulzb. Den hat en Maul, et kinnt en B. dran (drin) danzen Prüm-Feuerschd. Ömmen den B. pölen (pfählen) jmd. verprügeln Sol. Der B. leje (leiten) met ene einen zum Narren halten Aach-Merkst. De B. machen in einer lustigen Gesellschaft der Ausgelassenste sein Eusk, Neuw-Rheinbreitb. Die machen də B. met dir halten dich zum Narren Neuw-Lorschd. Et es B gemat es ist übertrieben. Et es B. gemat, wat dat Mensch schafft Merz-Saarhölzb. De os en B. mot de Mulen voreilig im Reden Sieg-Fussh. Dem han se en (schweren, schinen) B. opgebonnen sie haben ihn falsch berichtet, belogen; irre geführt Allg., — angebonne Geld-Straelen, — angehange Sieg-Menden — dargehange Schleid-Hellenth. Mach ens de Ap; fällt se der ze schwer, mach der B.! LRip. Wer war das? Antw.: De Hämmsche B. Altk-Oerb, — Kane B. May. Wohin gehst du? Antw.: No dem B. Mörs-Repelen. — In der Bauernregel: Wonn de B. em Litəmoss erausgeht, geht hen noch 40 Dag honnesch (zurück) Prüm-Ihren. Wann de B. Lechmesse singe Schatte sit, geht (krüff) e noch sechs Wouche en de Höll Siebengeb., Verbr., s. Var. u. Lichtmess. — Im Kinderlied: Moder, Moder, den B. ös los; ek höbb em hören brommen; ek menden, et wörən ər mar twe gewes, do wor et en Nes voll Jongen Mörs. Hopp Mariann, den B. es los, bend öm an en Täuke, sett öm Muders Mötzke op, dann es et Vaders Fräuke Emmerich. Höppmarjännche, H., loss dat Pöppche danzen; de B., de küt, der B., de küt on stech dech en de Ranzen Neuw-Etschd. B., B.! Scheuchruf für die Kinder. De B. helt dech! Merz-Saarhölzb. Hinne weg, vorne weg, mid em dicke Gleskopp! we nit versteckt is, der muss sein! Der B., der B.! beim Verstecksp. Kreuzn. — Mattes (Mathias), dau Lappes, dau iwege B.; wer streckt dech, wer fleckt dech, wenn dei Moder net wär Daun, Koch. Rätsel: Et brommp ene B. tösche zwei Berg? (strepitus ventris) Rip. — B. spöle = Sautreiben, ein Knabensp. Den B. bromme losse den Brummkreisel treiben Kobl-Güls. — Menschliches Tun und Sein wird gern hinsichtlich der Stärke, des Plumpen udgl. mit der Eigenart des B. verglichen. De Kerl es su stark wie en B., — hät Knoche wie en B., — Platschpute wie en B. Aach. De hät en Gesech, en Fott (podex), Totschen (Tatzen), en Stemm wie en B. Allg. De brummt (krummelt), bröllt, schreit, lach, friss, talpt, schlöf, pack zo wie en B. He gratschelt wie en B. Geilk-Honsd. He küt doher wie en B. op Söck Rip, Nfrk, — en B. op Klompe Jül-Röding. Er es su topeg, deck, patzig wie en B. Allg. Er hät en Klau wie en B. schreibt unleserlich Geilk-Pummern. Ech han Honger wie en B. Allg. E schweiss (schwett) we en B. Rip, Nfrk. E stellt sich wei e B. defir mit ganzer Kraft schützend davor Mosfrk. E stellt sich wei e B. degent mit Kraft u. Leidensch. dagegen sich stemmen Rip. E hot er siewen wie en B. er ist nicht recht gescheit Bernk-Wehlen. De hät ere nüng (9) wie ne B. er hat seine Launen Bo. Dei lewe wei B.ən o Welf primitiv oder in Zank und Streit Merz-Saarhölzb. Ein starker, breitgebauter, ungeschlachter, lautstimmiger Mensch es en Kerl wie en B., enen B. van em Kerl (Mensch) Allg. Sondags wie en Herr, Werkeldags wie en B. Sieg-Thomasbg. Herre wie de B.ə Studenten der techn. Hochschule Aach. — Klötz wie en B., net grad su schwer Schleid-Mechernich. — 2. übertr. a. auf Menschen. α. plumper, unbeholfener Mensch von unnatürlicher, auffälliger Gangart. En botten B. Sol; dafür auch B. op Söck unfreundlicher M., der immer brummt und zankt Rip, Nfrk; Schreier Saarbr-Dudw; Schimpfn. für den Bergmann Saar; für die Italiener Saarl-Dilling; Arbeiter, die mit den bestehenden Löhnen nicht zufrieden sind; ihre Werkstätte der Bärenstall Nfrk (o. O.). Bellikover B.ə Übernamen für Erk-Bellinghv. — β. der in Erbsenstroh eingehüllte Junge, der Fastnacht gelet wird (veralt.). Daher auch das Fastnachtlied: Fastelovend met Gott! Wie rommelt de Pott! Wie klenken de Ketels, wie danzen die Mädjes! Kawipp, kawupp, dem B. es los! Geld. — b. Popanz Prüm, Eusk. — c. grosser Hund Koch-Poltersd. — d. sachl. α. Bäər, Teil von Süchteln-Sittard. — β. Geräte. Ramme Geld, Erckörrenz; Fallhammer Mettm-Cronenbg; grosser Rechen Saarbg-Cahren; der aufrechtstehende Mühlstein Siegld; das Gegengewicht bei der Bremsbergförderung, gewöhnlich ein durch Gussstücke belasteter niedriger Wagen Wormrevier; Dampfpfeife der Fabriken u. das Signal derselben Düss-Gerresh, Bitb-Geichl. — γ. Kleidung. Pelzmütze der Männer-MGladb-Rheind; Dienstmantel der Bremser ebd.; en wöllen B. wolliger Mantel Geld, Mörs; alter Schuh Kref-Traar. — δ. vertrocknetes Nasenschleimklümpchen Merz-Saarhölzb, Trier-Weissk. S. Wölfchen.
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Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg
Bär IV bE:r, –ę·ə.-, –ē·ə.-. –ī·ə.- m.: 1. wie nhd., ursus. RA.: Bor (Bauer), Bär un Ber (Eber) sin drei kodde (böse) De…
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Cotta, M. (2026). „baeriv". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/baeriv/rhwb?formid=B01176
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Cotta, Marcel. „baeriv". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/baeriv/rhwb?formid=B01176. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „baeriv". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/baeriv/rhwb?formid=B01176.
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