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Ausschweifung

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Ausschweifung

Ausschweifung

schweifen Vb. ‘herumstreifen, umherziehen, -wandern’. Ein starkes (reduplizierendes) Verb ahd. sweifan ‘kämpfen’ (8. Jh.), mhd. sweifen ‘in drehende, schwingende Bewegung setzen, schwingen’, intransitiv ‘bogenförmig gehen, herumwandern, schwanken, taumeln’, asächs. farswēpan ‘vertreiben’, aengl. swāpan ‘fegen, schwingend bewegen’, engl. (schwach) to swoop ‘niederstoßen, sich stürzen (von Vögeln)’, anord. sveipa ‘werfen, umhüllen’ (germ. *swaipan) führt mit dem unter Schweif (s. d.) behandelten Substantiv sowie mit mnd. mnl. swēpe, nl. zweep, aengl. swipu, swipe, anord. svipa ‘Peitsche’, got. midjasweipains ‘Überflutung, Sintflut’ (eigentlich ‘Fegung der Mitte’) und vielleicht mit awest. xšvaēwayat̰. aštrā- ‘der die Peitsche kreisen läßt, schwingt’, xšviwra- ‘flink’ auf ie. *su̯eib-, eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *su̯ē̌(i)- ‘biegen, drehen, schwingen’ (wozu auch schweben, s. d.). Das starke Verb fällt in frühnhd. Zeit mit dem zugehörigen schwachen Verb ahd. sweifen ‘umstürzen’ (8. Jh.), mhd. sweifen ‘schwingen’ zusammen und gibt die starke Flexion auf. – abschweifen Vb. ‘sich davonmachen’ (15. Jh.), ‘abweichen von etw.’ (16. Jh.), ‘durch Hin-und-her-Bewegen im Wasser reinigen’ (17. Jh.), ‘beim Reden, in Gedanken vom Thema abkommen’ (18. Jh.). ausschweifen Vb. ‘eine gerade Linie verlassen, sich verbreiten, herumstreifen’ (15. Jh.), ‘vom Thema abkommen, in Gedanken abirren, über ein vertretbares (moralisches) Maß hinausgehen’ (16. Jh.); ausschweifend Part.adj. ‘das rechte moralische Maß übersteigend’ (18. Jh., ausschweifende Laster, Triebe, ausschweifende Lebensart); Ausschweifung f. ‘Üppigkeit’ (15. Jh.), ‘gekrümmte, von der Geraden abweichende Linienführung’ (16. Jh.), ‘(moralische) Maßlosigkeit’ (17. Jh.). weitschweifig Adj. ‘ausgedehnt, ausführlich’, spätmhd. wītsweific ‘umherschweifend, weitläufig’.
1840 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ausschweifung

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Ausschweifung , plur. die -en. 1) Die Handlung des Ausschweifens, so wohl in den Bedeutungen des Activi, als auch de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ausschweifung

    Goethe-Wörterbuch

    Ausschweifung überwiegend Pl 1 a Extravaganz; vorwiegend mBez auf unruhigen, unregelmäßigen, aufwendigen Lebenswandel [ …

  3. Spezial
    Ausschweifung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Aus|schwei|fung f. (-,-en) 1 (unsittliches Treiben) comportamënt deslié m. 2 ezes (ezesc) m. 3 stravaganza (-zes) f. 4 (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ausschweifung

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Ableitung von ausschweifung

ausschweif + -ung

ausschweifung leitet sich vom Lemma ausschweif ab mit Suffix -ung.

Keine Komposita gefunden — ausschweifung kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.