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Astrologie

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Astrologie

Astrologie

Astrologe m. ‘wer sich auf Astrologie versteht, Sterndeuter’. Griech. astrológos (ἀστρολόγος) ist ein Kompositum aus dem zum kollektiven neutralen Plural ástra (ἀστρα), zu aster (ἀστήρ) m. (s. Aster), rückgebildeten sekundären Singular ástron (ἄστρον) ‘Gestirn, Stern’ und -lógos (s. -loge). Es ist die im älteren Griech. allein übliche Bezeichnung für den Sternkundigen. Die aus dem Orient stammende Sterndeutung hat in Griechenland nur langsam Eingang gefunden (vgl. Capelle in: Hermes 60 (1925) 373 ff.) und zunächst zu einer eigenen Bezeichnung geführt, z. B. astromanté͞ia (ἀστρομαντεία) ‘Sterndeuterei’, astrómantis (ἀστρόμαντις) ‘Sterndeuter’. Erst in hellenistischer Zeit bezeichnet griech. astrológos nicht nur den ‘Sternkundigen’, sondern übernimmt auch die Bedeutung ‘Sterndeuter’. Dieser Doppelsinn haftet ebenso lat. astrologus an wie, lange Zeit hindurch, den Entlehnungen des lat. Wortes in einzelnen europ. Sprachen. In mhd. Zeit ins Dt. aufgenommen (astrologī, Plur.), behält das Maskulinum Astrologus diese zweifache Bedeutung bis ins 17. Jh., erst dann wird inhaltlich zwischen Astrologe und Astronom (s. d.) unterschieden. Die lat. Flexionsendung verliert sich endgültig in der Mitte des 18. Jhs.; die moderne Form Astrologe setzt sich gegenüber älterem Astrolog im 20. Jh. durch. – Astrologie f. irrige ‘Lehre vom Einfluß der Gestirne auf irdisches Geschehen’. Das von astrológos abgeleitete griech. astrología (ἀστρολογία) ‘Sternkunde’ gehört zu den ältesten griech. Benennungen einer Fachwissenschaft auf -logía (s. -logie). Es teilt wie lat. astrologia die Bedeutungsentwicklung des zugrundeliegenden Maskulinums. In mhd. Zeit als astrologī(e) entlehnt, gewinnt das Substantiv seine heutige Bedeutung im 17. Jh. (s. Astronomie). Während des 16. bis 18. Jhs. tritt es häufig in lat. (oft auch lat. flektierter) Form auf (Astrologia); Mitte des 18. Jhs. setzt sich die moderne Lautung und Schreibung der Endsilbe definitiv durch. astrologisch Adj. (1. Hälfte 16. Jh.) wird nach dem Vorbild von griech. astrologikós (ἀστρολογικός), lat. astrologicus zunächst unterschiedslos in den Bedeutungen ‘zur Astrologie, zur Astronomie gehörig’ gebraucht.
2166 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    astrologîef.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    astrologîe , f. , Sterndeutung.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Astrologīe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Astrologīe , (viersylbig,) plur. die -n, (fünfsylbig,) aus dem Griech. αστρολογεια die Kunst, aus dem Stande der Ges…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Astrologie

    Goethe-Wörterbuch

    Astrologie 9 Belege, seit 1799 Eine .. Weissagung: als werde an einem gewissen Tage ein ungeheurer Sturm das Land verwüs…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Astrologie

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Astrologie , eigentlich die Lehre von den Gestirnen, gebräuchlich indessen nur von der sog. Kunst, aus den Gestirnen die…

  5. modern
    Dialekt
    Astrologie

    Bayerisches Wörterbuch

    Astrologie Band 1, Spalte 1,659

  6. Spezial
    Astrologie

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    As|tro|lo|gie f. (-) astrologia (-ies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit astrologie

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Ableitung von astrologie

astrologi + -e

astrologie leitet sich vom Lemma astrologi ab mit Suffix -e.

Keine Komposita gefunden — astrologie kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „astrologie". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/astrologie/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „astrologie". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/astrologie/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „astrologie". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/astrologie/pfeifer_etym.
BibTeX
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