Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Arianischer Streit
Arianischer Streit , der erste große Lehrstreit in der christlichen Kirche. Der in Antiochia gebildete alexandrinische Presbyter Arius lehrte seit 318 im Gegensatze zu seinem Bischof Alexander, welcher den Sohn, als den von Gott von Ewigkeit Gezeugten, eines Wesens mit dem Vater und ihm in allem gleich, faßte, einen in der Zeit vom Vater geschaffenen, dem Wesen (Usia) des Vaters fremden, aber über die andern Kreaturen erhabenen Sohn, eine Art von Mittelwesen zwischen Gottheit und Menschheit. Auf dem ersten allgemeinen Konzil zu Nicäa (325) wurde diese Lehre (der Arianismus) verworfen und in da…