Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
anutrecho
‚Enterich, anas, anetus‘,
nur im Nom.Sg. und nur in Gl. (7 mal, aber in
fast doppelt so viel Hss.) belegt mit geringfügi-
gen Modifikationen wie anet-, anit-, ant- im er-
sten und fast immer -recho oder -reche im zwei-
ten Wortglied, außer einmal -roch (mfrk./
rhfrk.) und einmal -rache (böhm.-obd.?), des-
sen Vokal wohl der obd.-velaren Aussprache
des -ch zuzuschreiben ist. – Im liter. und späte-
ren Mhd. wird das in seiner Zss. nicht mehr
verstandene Wort regelmäßig zu antreche
sw.m.; daneben begegnen antrach, antreich, ent-
rech (mit Umlaut) und, wohl in Analogie zu
ganserich, auch schon entrich. – Nhd. gilt Ente-
rich, doch bestehen daneben zahlreiche wort-
geographische Varianten, s. Mitzka-Schmitt,
Dt. Wortatlas II, Karte 48–51: Enterich im SW,
Enter(er) SO, Erpel NO, Woerd, Waard, Woord
NW.