Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
ane winden stV.
2 ‘jmdn. berühren’
2.1 ‘jmdn. anfassen, ergreifen’
2.2 ‘jmdn. angreifen’
2.3 ‘jmdm. etw. nehmen’
1 ‘(zu) jmdm. gehören’ [Grundstücke,] dei die phaffun [...] ane wuntin / dei in gilâzzin wâren von des chuniges gnâden Gen 2617; sin vreunde, di in an windent von im selben od von seiner houssvrowen UrkCorp (WMU) 593,38; UrkWittelsb 2,50 (a. 1294). 2,207 (a. 1312); arme unde rîche / die schildes ambet ane want [die Ritterdienste leisteten] Parz 280,21; wan Abyron und Dathan / mit allem das sy want an, / chint, ehalten, viche und ir weip, / verluren gahes den leip HvBurg 2592. 2964; die tiuristen die wir under uns inder han / und die in doch an winden / die schul wir under uns vinden GvJudenb 3171 2 ‘jmdn. berühren’ 2.1 ‘jmdn. anfassen, ergreifen’ [die Frau] sich offinlîch berûmete, / daz er sî nî intblûmete, / joch nî unkûschlîch angewant, / sundir lîz als er sî vant NvJer 19072; ein sûche [...] in angewant und an im warb / daz er ûf dem wege starb ebd. 17149 2.2 ‘jmdn. angreifen’ diu iüdischeit het anderweit mit marter / gotes pilde gewunden an / dâ von ûz den wunden bluot und wazzer ran Loheng 3328; [Litauer] dî ûf der Lubouwin / vumf dorfir angewundin NvJer 22316. 14479 2.3 ‘jmdm. etw. nehmen’ [er] were in ir lant komen und hett es ir alles angewunden, biß an zwo burg Lanc 235,25. 225,24
MWB 1 308,16; Bearbeiter: Diehl