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ander II

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

ander II

Bd. 1, Sp. 177
ander II Rhfrk, Mosfrk anər [WMosfrk ā-]; RRip, LRip in Rheinb, Eusk, Bo, Köln, SBergh andər; sonst Rip, SNfrk aŋər [Kempld hier u. da ǫŋər; MülhRuhr ǫunər]; Klevld durchweg āndər. — Flekt. 1. mit dem best. Artikel a. subst. dEr (dī) andərə. dem andərə(n), dat andərə [WMosfrk auch dat ānərt, was Rip seltener ist]; b. adj. dEr andər(ə) man, andər frǫ·u., dat andər hus; 2. mit dem unbest. Artikel. a. subst. Masc. en andər(ən), Fem. ən andər, Neutr. ən andərt; b. adj. ən andər(ə) man, ən andər frǫ·u., ən andər hūs [Kempld ən ǫŋərtən tīt; ǫŋərtə u. ǫŋərə die anderen; WMosfrk ən ānərən > ən nānərən]: 1. Ordinalzahl = der zweite; so noch bisweilen jetzt. Min rechste Moder im Gegensatz zu min a. M. zweite (Stief)-mutter Nfrk. Sän a.ə mache zum zweitenmal frühstücken Goar-Gondershsn. He es ganz sengen a.n Vatter Rip, Allg. Doch wiegt ‘zweit’ vor; nur in bestimmten Wend. herrscht es noch unbeschränkt: Alliwerdenannern immer der zweite, der eine wird dabei übergangen Trier-Fell. Des a.n Dags am folgenden (2.) Tage Allg.; (et) s angerendags (drop) dass. Kemp; op den ongerten Dag alle zwei Tage ebd.; a.ndas ehedem, am andern Tage Sol (rip., ca. 1870); enen üver den a.n Dag Allg.; davon zu scheiden komm ən a.n Dag an einem beliebigen andern Tag. (Die) a. Woch die nächste Woche. RA.: De sieht (kuckt, guckt) en de a. Woch er schielt (s. u. Woche). Des a. letzte Wek Ende der nächsten Woche MGladb-Rheydt. Et a. Johr nächstes Jahr. Ebenso de a.ə Mont, des a ə Morges. — 2. lat. alter, der eine von beiden Allg. RA.: En Hangk wisch de a. Rip, Allg. Et os grad, wie wemmer on en Hand sputzt on klatscht et on die a. ob man ihn belehrt oder nicht, ist gleich Prüm-Ihren. He kret net e Ben für et angert Rip, Allg. He danz (sprengk) van enem B. op et a.ə Rip. Se es so gut, me kann se van enen Arm in den a.ə legge Geld. He kaut met enem Backen on kallt mim a.ə Gummb. He krisch met enem Og on möm a.n lach e Rip, Allg. Op enem Og ös et Perd jet schel on om a.n blönd Rip. Bei dem giht dat zu anem Ohr erön, zum a.n eraus Trier, Allg. Uf de a. Seit vun jenseits Mosfrk, Allg.; besonders de a. Sitt, die gegenüberliegende Rheinseite. Angersidder Kirmes Kirmes in den Düss gegenüberliegenden Orten O- u. NCassel. Auch sonst am Rhein gebraucht. Ich hau dich, datsde die Knochen op de a. Sitt wedersökə kanns Düss. He hät e Götche (Gut) op de a. S. einen Buckel Rheinb-Kleinaltend. An en S. grint e on an de a. lat (lacht) e MGladb. Op den a.ə Kant auf jener Seite Nfrk. — So auch in den Gegenüberstellungen von ‘der eine — der andere’, wobei unter ‘ander’ nicht nur ein zweiter ‘einzelner’, sondern ‘ceteri’ verstanden sein kann. Et geht doll her in de Welt, den enen hät der Bül (Beutel), de a. dat Geld Meiderich, Allg. Den enen hät Senn en de Moder, den a.n in de Dochter Mörs-Neuk. Wann den en an et Wasser left, da springt den a.n em noa sie denken einträchtig Bitb-Bollend. De es mer lewer rih bi de a.ə gebacke Kobl-Bend. Wat de en net mag, do kann de a.ə net satt devan weəre der Geschmack ist verschieden Dür. Wat der en net mag, es dem a.n en gut Sach Mosfrk. Et es got, dat der Scheəpe siəve sind; wat der ene net wet, dat wet der a.ə Heinsb-Wassenbg. Der ene hät der Nam en der a.ə der Flam (Fladen) der eine bekommt die Hiebe für den a MGladb-Rheind. Wie der ene flöt, esu danzt der a.ə Allg. Wat der ene flöt, dat sengk der a.ə beide verstehen sich gut Monsch. Der ene verliebt sech en en Ruseblatt, der a.ə en en Kohflatt Liebe ist nicht wählerisch Jül-Linnich. Es et net der enge, dann es et der a.ə Trost bei Verlust oder Liebesenttäuschung Aach, Allg. De Himmel es blb, es de eine fort, es de a.ə do dass. Bernk-Wehlen. Et es der enge wi der a.ə vor dem Gesetz ist jeder gleich Aach, Allg. Den eine mut sich nom aunere richten MülhRuhr, Allg. De ein es dem a.ə singe Deuvel Sinzig, Allg. Dem ene kalf de Oss (Oehse), dem a.ə well de Koh net kalve Rip, Allg. Et es kene Schad en de Welt; wat dem ene Schad es, dat es dem a.ə senge Notze Dür-Winden. Dem enge singe Duəd es der a.ə siə Bruət Aach, Allg. Wat dem en sin Ül (Eule) es, es dem a. sein Neitigall Mettm. Wat dem en singe Kanaljevugel es, dat es dem a.ə sing Mösch (Spatz) MGladb. Dem honge se et Selver öm, on de o.ə hät de Vugel afgeschoəten Kemp. Dem ene si Recht es dem a ə ken Onrecht Jül-Linnich. Ene Schmed on ene Möller könne sech leit schmetten, der ene an der a. Nfrk. Wat dem ene lang es, es dem a.ə moss Düss. Dat es dem ein so bret, wie et dem a. langk es Kref-Osterath, Allg. Ech mott dem ein betahlen on dem a. Geld geven es ist gleich, bei wem ich kaufe ebd. Wat dem enen gut rukt (riecht), stengkt den a.ə an Mettm. Zəiərsch (zuerst) et en, dann et a. Ordnung muss sein Rip, Allg. Wer et en sät, moss och et a.ə son kein einseitiges Urteil Rip, Allg. Et es et met et angert an der einen Ware ist weniger verdient wie an der andern, zusammengenommen gibt es einen angemessenen Verdienst Aach. Korf on Mand, et en brängk et and (statt andert) Bergh-Blatzh. Dat geht van ent tot anert Geld-Nieukerk. Jo, et ene geht an de Viol (Violine), et a ə an de Strickstock (-bogen) wer sein Geld für allerlei Unsinn ausgibt Emmerich. — Einer (ohne Artikel) — der andere. Do well och ener de a.ə rausreisse Kobl-Bend. Ener es dem a.ə singe Düvel Rip, Allg. Die helpen sech en dem a. Rip, Allg. Wi hatten hüt Middag enen in en a.ə einen in den a. d. h. Stockfisch Lennep. Den kikt enen an, as wenn he enen gefreten hätt on well an den a.n begennen Mörs. Wat mer bei enem löt (scheut), dat fingk mer beim a. alle Menschen haben ihre Fehler Rip. Ich let (lieh) ken zwin Fennek van enem op den a.ə einer ist nicht besser als der andere Malm-Weywertz. Ent fir, et annert no eins nach dem anderen Mos, Allg. Ent kom zom (op et) a.ə Schlag auf Schlag. Ent hengk am a.ə Verkettung widriger Umstände. He gelt et ent öm et a.e Gefälligkeit um Gefälligkeit, Zahn um Zahn Rip, Allg. Ent hönger et angert hintereinander. Un ein zom a.n = und so weiter Altk-NFischb. Ener no em a.ə, wie de Deiwel de Paffe hilt (holt) Simm-Horn. Ens nom a.ə, wie de Bauer di Wirscht isst Wend. — (Der) eine + Subst. — (der) andere. Wat men op de eng Platsch lett (lässt), fengt men op de a. Aach, Allg. Wat mer op der enen Stell hasst, dat find mer op der a.ər Bitb-Rittersd. Berg on Dahl gemote (begegnen) sech net, ävel wahl der ein Mensch dem a.ən handele so, dass du jedem im Leben wieder mit Freuden begegnen kannst Kref-Osterath. En Dens es den a.ə wert Rip, Allg. En Ihr ös de a.ə wiərt Rip, Allg. E Wort brengk et a.ə Rip, Allg. Enen Jəsel (Esel) mäkt den a.n. (S. weitere Belege u. Esel). Ene Wolf en fresst der a. net, oder et moss ene harde Wengter sen Rip, Allg. En Kroh peck (hack, bisst) der a. ken Og us Rip, Allg. Wenn en Koh bist (davonläuft), da steəke di o.ə der Start op böse Beispiele finden Nachahmung Nfrk. Ken Hund geht un den a.n pissen Mos. Ene Speller es dem a.ə singe Säckeldräger Rip. Et es (der) enem (der en, enge) Beddeler led, dat der a.ə an de Dür steht Rip, Allg. En as voan em Pohl an dean a.ə gesprungen, bas en ersoff as aus dem Regen in die Traufe Prüm-Waxw. De Sack an einem Eng afschniden en am a.n dermet lappen eine Schuld mit der andern decken Sol-Merschd. Wat häbben mer gekokt?: Von en Pöttsche in't a ə ausweichende Antw. Wesel. Se schandt (schimpft) en enen Lomp üver den a.n Rip, Allg. Zum enen zum a.ən (Del) einerseits — anderseits Prüm-Ihren. — 3. = alius a. Unterscheidung nach der Quantität. α. für Unterscheidung der eigenen Person von andern. Ersch komm ech, on dann komm ech wiər, on dann kommen de a.ə Nfr, Allg. Er is bei de a.ə schlafen gegangen Bernk-Hottenb. Wer war das? Antw.: Der a. Mosfrk; dem a.ə sei Brorer Zell-Senh. Wat ech self net mag, dat geht nem a.n dur der Krag Viersen. Wat dur net wells, dat dir geschüch, dat sölls de och kenem a.ə dohn Rip, Allg. Du gehs met, wenn di a.ə heəm blive Aach, Allg. Wann dech de Flüh bissen, dann sök se net an a.ə Sieg-Rosb. Denk an ding domm Strech on verdamm net a.ə glich Bonn-Dransd. Als gej en a. wellt jage, mott gej eiges lope Klev. Jeder luər (laure) op sing Sache, net op dat, wat a.ə mache Bonn-Dransd. De wess, wofir di a.n do sein Bernk-Winterich. De schiərt de Schof on lit (lässt) de a.ə de Ferke schiəre Dür-Gürzenich. De mouss sängen wie den a.n peift Mosfrk. Wat de wegwirft, brucht ken a. ofzehewe Siegen. He es einer, wo mer de a.ə met fängk Köln. He hät enen, der im die a ə durchenander jät (jagt) Rip. He mott för äinder de Katt a jen Sonn haue die Kastanien aus dem Feuer holen Eup. Hean hat och ke Sten, wu di a.ən en Hearz han Bitb. En as ken Hoar besser wie nen a.ən Eif, Allg. Et wess kener, wat he am a.n hät Rip, Allg. Hen hot mih am klene Fanger, ewei en a.n an der ganzen Hand Eif, Allg. We över a.ə lach, moss över sech selfs krische Düss. We selver net dog, de log (lautet, tadelt) enen a.n och Eusk. We selfs net achter de Strük geseəten hät, de sükt och a.ə net dor Nfrk. Wen a.ə well driwen, mott selwer lopen Mörs. We selver Esteraugen hät, sal keinen a.n op de Tiawen (Zehen) traə (treten) Ruhr. We sek op a.ə verlöt, de es verloten Nfrk, Allg. We öt et bes kann, stüət (stösst) der o.ə dron Kemp. Wer sech över a. Onglöck freut, dem steht et Unglöck für de Dür Rip. Wemmer iwer dem a.ə sein Ongleck lacht, steht seint of de Dir un kracht Koch. Wemmer deht be (wie) a.ə, dann geht et enem be a.ə Koch. Wie me möt a.ə vefiəhrt, esu geht et enem selve Bo-Dransd. Ih me a.ə jett nosät (nachsagt), soll ene iəsch (erst) en de Spegel sen ebd. Narre sen och Legd, äwer ken wie de a. Prüm-Ihren. — β. ohne diesen Gegensatz. Dat Steck Veh es fleten gang wi der a ən Fra hir Gess (Geiss) Saarbg. Wann et Wuat (Wort) erus ös, hüərt et em a.ə Bo-Dransd. De lef a.ən Weiwern no Mosfrk, Allg. Dat a. kemmt beim Verbotze Ottw. Da Düvel, dat es ding, on dat a. es ming wenn man etwas wegwirft MGladb-Corschenbr. Der hei sich secher at lang en angert ejen Nack geschlage ein anderes Mädchen zur Liebsten gewählt Aach. Jo, dat a.ə sen de Ben antwortet der, dem von einem ihm als schlecht bekannten Menschen zuviel Gutes gesagt wird Rheinb-Meckenh. Bes op en a. Kihr auf Wiedersehn Rip. Dis a. K. nächstens. Bes. beliebt die Verbindung andermann, anderleut, wobei freilich die eigene Persönlichkeit auch in Gegensatz zu ‘andern, ceteri’ treten kann. Guck, der Annermann is a do sagt man, wenn man einen a. auch in der Gesellschaft trifft Saarbr. A.manns Bük (Bücher) sin düster te lese Klev, Nfrk allg. Schmitt gene Sten op a.manns Dak, wenn ow eigen D. van Glas es Klev-Wissel. Wer sich över a.manns Ledfreut, dem blöht et singt Aach. Schiet nit onder a.manns Düwe Klev-Wissel. Steckt ow Fingers nit in a.manns Kalk Klev. Rife Berren on a.manns Mädchen moss mer net verwahren MülhRh. All te gut es a.manns Geck Nfrk. Self (Salbei u. selbst im Wortspiel) es gut Krut, dat weəs (wächst) en a manns Gade net Rip, Allg. Wej kömmt van nit tot iet, es a.manns Verdrit, (— dej kennt sich selver nit) Klev. Wej sich en a.manns Led gröjt, steht et eiges vör de Döhr en blöjt Emmerich. Mer kann an siner Ellen meten, wie lang die a.manns es Remschd. Üt a.manns Leder (Ler) es got Remen schnie Nfrk, Allg. Wat geht dech doch a.manns Geschiər an Nfrk. — Die Verb. ander + mann ist zu einer festen Zs. geworden, neben anderleut sehr verbr. im Nfrk, weniger schon im Rip, nicht belegt im Mosfrk, wo anderleut das Gewöhnliche ist. A. Lüt kalle min Denge, on ech kall a.lüts Denge NBerg. Van a.lücks Leder es got Reme schnigge (reisse Hunsr, — es leich Schohn mache Köln) Allg. Der wess an seine Birre (Wes Weizen Rip), wann a.leuts Birre reif sen Neuw-Kaltenborn. Er fängt a.leids Meis (Mäuse) on sei Ratte lässt er lafe Birkf. He süht a.lücks Splinter (Klovven) un singen eigen Balken nit Köln. A.löcks Got es a.löcks Sorg ebd. Er wesch (wäscht) sech de Häng möt a.löcks Groschen (— en a löcks Teischen) Sieg-Thomasbg. Liever sieve moal de Häng en der Dreck steəke, as ens o.lüts Kenger schlohn Kemp. De Föt onger o.lüts Dösche steəke (sdrecke) ebd., Allg. A. lüj Brief sin düster te lese Klev. We seng Sach verwahrt, verwahrt a.löcks Ihr Eusk. Be net bleift bei de seinen, kann freassen met a.leits Schweinen Koch-Lutz. Ech kann et dohn, ech kann et leiden, do oss (ass) e sech an a.leits Flesch satt ebd. Zu gut is a.leits Narr un e Stick vun der Lidderigket Saarbr Schmaus nit in a.leits Suppenhäwen erom ebd. De kömmert sech och öm den Dreck für a.löcks Dürre Rip, Allg. Nicht feste Verb. liegt vor in folg. RA.: A. Löck, a. Ärbed Schleid. Du gehs met, wann a. Lüt te heim bliwen Sol, Allg. Der wess mih wie a. Löck Rip, Allg. Du häs auch ke Käskömpche, wo a. Löck et Herz han Sieg-ODollend. Wer sich wie a. Leire stellt, dem gehret ach wie a. Leire Hunsr. We sech op a. Löck verlöt, de ös verlosse Rip, Allg. Mer kann et mache, wie mer well; hangen ech der Sack für mech, dann sehn ech en self; hangen ech en hönger mech, dann sehn a. Löck en seinen Sorgen entrinnt keiner Eusk. A. Leid duhr e Radde fängke un vor sich grire (kriegt er) ke Meis Simm-Horn. — γ. irgend ein Dritter = jener, besonders bei Unterhaltungen zwischen zweien, wenn man belehrende Sprüche u. RA. anbringt Allg. So hat der a. a gesat on do .... Wesste, wie der a. Mann gesat hat Saar. RA.: Besser os besser, hat den a.ən gesat, on schmiert sich Botter op Schenk Malm. — Ebenso bei Unterhaltungen zweier zum Ausdrucke des Gegensatzes zu einem Dritten. Lu(g) emol, der a. Saarl. Mir zwin han genog dermet, en a.ər (irgend ein Dritter) köm net dermet us Rip, Allg. — δ. en (ne) ander(er) = ich, unser einer im Gegensatz zu andern, deren Verhältnisse günstiger sind Allg. Dat soll ens (einmal) ne a. dohn das sollte ich einmal tun Rip. Mein Frau well emmer reit han, en a. (ich) mott der Mongk halde klagt der Ehemann MGladb. Du strichs luter durch et ganze Dörp, en a. moss ze Hus blive Rip. Dean hat et gut, en a.ən muss sich blogen un schinnen Eif. En a. well och ens jet Freud habben Kemp. En ormen a. kann dat net machen ich in meiner Armut WEif. RA.: Wenn en a. (ich) satt es, da gläuft men, alle Hellege (Arme) sönd satt Aach. — b. qualitativ α. anders geartet. Dat es en a. Sach. Su jetzonnesch sen ech en ganz a. Kerl ganz verändert. Die Sach moss de es an em a.n End anpacke. Sök der en a.ə us, der su eseleg es Rip, Allg. Na desen Tit kömmp ok noch enen ongerte Kemp. Dann krieg dat Dengen en a.n Gangk Eif. Besonders bei Wetterumschlag. Wenn der Hahn kräht om Mess, git et a. Wedder, oder et blif, wie et es Rip, Allg. Wann de Henne fröch schlope gont, göv et a. Weər Nfrk. Wann de Sonn so watereg ongergeht, göf et a. W. Nfrk. Wenn die Esele sich rangse, git et a. W. Boppard. RA.: En en a.ən Hemmel kommen in Ohnmacht fallen Elbf. De hei auch en a. Mädche krige könne höhere Ansprüche stellen können Aach, Allg. Dat es en a.ə Moss Bier Sol. Da's a.ə Thie wi Kaffie Aach. Ja, Bauer, dat es ne a.ə Kar met Holz Kobl-Bend. Jett op en äinder Kar laə Eup, Allg., — op ne a.ə Kank (Kante) Aach. Dat os en a. Korenkit (Korn), hat den Möller gesat, on bess en nen Müsköttel Malm-Weywertz, Mettm, Mörs. Van en a. Klüər sen anderer Konfession Dür. Der kennt kane a.ə Voəl (Vogel) as en Katz Mü-Maifeld. Ech wess der kenen an Rot we Konrod Scherzwort auf das Verlangen nach einem guten Rat Westerw. Wemmer eine gedrunke hätt, es mer ne ganz a.ə Mann, un worom süt de a.ə Mann net keine han Anlass zum Weitertrinken Köln. De Frau es en a.ə Ömstän schwanger Allg. — β. nicht dieses, sondern ein besseres von der betreffenden Art, Sorte Allg. Fang en a. Leven an bessere dich Allg. Bes. beim Wechseln der Kleidung. Treck dech a. Kleər an, die Kleər send dreks Nfrk. Gangk on dohn e a. Hömp (Hemd) an ein frisches, neues Hemd Rip. — γ. Zs. mit Gen. Sg., doch daneben mit der adv. Form auf -əšt –əštər. Jęt, (wat, ębes) andərs (anərš(t), andəštər), verstärkt ganz, lang wat a.; auch umgekehrt a. jet. De kann mir jet andesch dohn ich blase ihm etwas Rip. Du moss mache, sos son eich der jet annersch Drohung Prüm, Allg Jo Bauer, dat es ganz ebbes annersch Kobl-Vallendar. Dat es jet angesch, als Jan komm eisse (essen) das ist nicht so einfach Aach. Kall ens jet ongesch, set Pipesch, du wuərd he gemahnt Kemp. Do häste mol en gode Heilige angedroffe, sonst hät de der bat annerscht gewis (gewiesen) Kobl-Bend. Me hät sie Led, en malk ene jet angesch MGladb-Rheind. Mer han jeden Dag wät annerscht, heut Kaffe on gedämbte Ärbel, morn Erdäbbel on Kaffe Scherz über die Abendmahlzeit Altk-Wissen. — Anders nichts andərs (annerscht(er)) nüs (neist, nöks (s. S.)); auch umgestellt nüs a. RA.: Ich glöwen annesch neust, äs dat siwe Pont Randflösch en got Zopp göt Prüm-Leidenb. Mot dem wöll ich ken Kirschen essen, et wör mir bang, dat ich annesch nüst kreg we de Kere Malm-Weywertz. Angersch niks (nit) mihr? das schlage ich nicht an Kemp, Allg. — Ümməs andersch jemand anders; nümməs a., a. nümmes kein anderer.
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    Rheinisches Wb.

    ander II Rhfrk, Mosfrk anər [WMosfrk ā- ]; RRip, LRip in Rheinb , Eusk , Bo , Köln , SBergh andər ; sonst Rip, SNfrk aŋə…

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Komposita & Ableitungen mit anderii

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