Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
andâht stf. stm.
1. im allgemeinen: das denken an etwas, die richtung der gesammelten gedanken auf einen gegenstand. als stm. steht das wort Ls. 3,34. leseb. 892,5. vgl. Gr. 3,518. — umbe die bœsen andâht diu si bêde ane vaht aneg. 38, 53. doch tet erʒ in der andæhte, swie eʒ im ergienge — er wolde doch immer wider got sîn das. 4,24. daʒ zin daʒ ist diu guote andâht.. sîn andâht mac ein iegelich man nach sînem willen leiten.. mit lîhter arebeit als zin Trist. 17044. 048. wir suln die selben andâht billîchen leiten ûf den tôt Trist. 18330. swenne im diu helfe mîn gestât mit vlîʒeclîcher andâht troj. 24. a. ich meinte si vür alliu wîp mit lûterlîcher andâht das. 137. b. vgl. 117. a swer eine frouwen in der andâht anesiht, daʒ er gerne sünde mit ir tæte Bert. 93. er wânde er wære gevallen in ein andâht von der stimme sîn Bon. 82,24.
2. das denken an gott, gottergebenheit. — wie wunderlich was elliu sîn (Christi) andâht, daʒ er in der swîne bâht sîn houbet ie geleite aneg. 31,52. mit vil grôʒer andâht er sînen schephære bat Servat. 1184. mit andæhte si dô rief zu gott W. Wh. 99,26. ir andâht diu was gotelîch Trist. 15659.