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alt II

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

alt II

Bd. 1, Sp. 130
alt II Rhfrk, Mosfrk, Rip alt; doch Köln-Ld, Bergh, Dür, MülhRh, Sol (rip.) ālt; Aach ət (neben alt); Eup ut; im SNfrk alt; doch s. Geld-Niederd Herongen Wankum Harzbeck, Kemp-Vinkr Grefr Hagenbr Süchteln Hagen, MGladb-Clörath Winkeln Venn, Erk-Bellinghv Hahn Rickelr Wegbg Gerderhahn Matzerath Hückelhv Rurich, Jül-Linnich Gereonsw t; innerhalb dieses Gebietes sporadisch in Schmalbr Mühlhsn Ödt Teleler Birth Heyen Laar Dülk-Std Gardt Burgwaldn Brüggen āt; Kemp-Std āt u. alt; w. Geilk-NBusch Hatterath Randerath, Heinsb-Hilfarth Rath, Erk-Luchtenbg, Heinsb-Orsbeck Ophv ǫut, (t, ut); NBerg w. Kupferdreh Dilld Vossnacken Langenbg Horath Barm Lüttringhsn Lennep, ö. Beckum, Rating Gerresh Benr Richr, n. Burg Wermelsk ǫult [sonst hat das Berg alt; Gummb, Wippf ālt]; MülhRuhr, Werden ǫult; Klevld durchweg ālt; n. der Ruhr ǫlt; doch alt um Bislich-Mehr, Wesel-Spellen; ālt um Görsiker-Möllen. Flektiert Rhfrk aldə, ęldər, ęlšdə; Mosfrk ā:lə, ā:lər(E:-), E:lstə; Rip ā:lə, ā:lər (u. ā:ldər, selten E:-), ā:lstə (E: u. ę-); doch im WRip: Schleid, Monsch, OAach, WJül a·l.də; Aach ǫ·u.ə (a·l.də), ǫ·u.ər (a·l.dər), ø·y.tstə (ęltstə); Eup ǫ·ŭ.wə (Fem. ǫ), ǫ·ŭ.wər, ǫtstə; SNfrk aldə; doch ǫ·ə., a·ə., ǫ·u.ə (s. o. die Gebiete); NBerg ǫ·u.lə, ·y.lər, ·y.lstə; Klevld durchweg āldə, āldər (E-), ęlstə; n. Ruhr ǫldə.ldər, l(t)stən; ǫlə in Rees Adj.: 1. natus, adultus, relative Altersbestimmung. Statt Ech sen at 40 Johr alt sagt man lieber Ech sen at 40. Ech han at de 60 om Puckel gepack. Ech gohn at en de 50. Er es all bei de 60. Wie a. beste? Antw. einfach ohne Beifügung: Zwanzeg. Mer sen gliche a. oder mer sen zesamme en de Schull gegange. De Bom es at 30 Johr a. oder de Bom steht at 30 Johr. Man sagt: Dat Kend es noch ken Johr a., et es seng ersch Johr noch net a.; aber mehr et es noch ken Johr. Du bös jo noch ken zehn! Du bes ər jo noch ken zehn (a.). Selten en vier Woche a. Kend, dafür en Kend van vier Woche Rip, Allg. RA.: Auf die Frage: Wie a. bist du? erfolgt oft eine scherzhafte Vergleichung als Antw.: Su a. (oder meist ohne weiteres der Vergleich) wie mein klen Zif (Zehe) Mosfrk, Allg., — mei gross Zeh Rhfrk, — decke Zih Rip, — mein klener Fenger Allg, — menge Dumm Rip, — mein Noas Koch-Lutz u. sonst, — meng Johrzähl Sieg-Fussh; jet aler als wie geister Bo-Gilsd, Schleid-Dreiborn, Geld; so a. wie gistern om dis Titt Dinsl-Hiesf; ene Dag mih wie geste öm des Zitt Rip; ene Dag mih (äller) wie gester Sieg; ene Dag on dat üvrige Linz; en Johr on de angern Düss-Erkr; e Johr älder wie vürrig Johr öm die Zeck Rip verbr.; nochmol so a. wie de Hälft (Halfsched) verbr.; su a. wie jedder vom mengem Älder Schleid-Hellenth; 20 Johr un innige Maimond Grevbr-Kapellen; tösse de twentig en de tachentig Nfrk; elfendressig Johr Gummb-Dieringhsn; elfunnüngzig J. MGladb; em März geborn, nu rechen dert aus Siegld-Salchend; ech sein 1800 Tubak gebore, do kannste jo nozelle Koch; keck mer de Zänn (Zähne) Schleid-Dollend; so a. wie Fuxbux Prüm-Feuerschd, — der älsde Esel vom Dorf Saarbr, — em Pilgram sin Esel Elbf. Gibt eine ältere Person nicht gerne ihr Alter an, so sagt man wohl: De Düvel es a. Köln, Bergh-Blatzh. Bei bestimmten Jahren: Ech han 4 mol (5, 6 ..) genullt = 40 Allg. Ech han de Schnider (sen över de Schnider) = 30 Allg. Ich han Pandur = 40 Geilk-Frelenbg. Ich han Abraham noch net gesehn = noch nicht 50 Allg. Ich sen e besche friher as de Hexəach (?) Trier-Föhren. Andere RA.: Hättsde nummen den Hals gebroch, wie's de drei Däg a. wosch Trier-Mehring. Der es drei Dag a. er hat viel mitgemacht. Der Lihrjong werd bei mir net drei Dag a. ich jage ihn bald heraus. Derjenige, der nicht als zu jung oder dumm verschlissen werden will, sagt: Ich sei jo dreimol siwe Johr a., worauf der andere: Dat as e schinen Älder fir en Esel Wittl-Muhlb. Ühr doht of, bi wammer net dreimol sibbe a. wör Sieg-Ägid. He würd jeden Dag en Dag äller Siegld. Wo aler et Kand, wo genössiger den Zant Trier-Mehring. Lus (schlaue) Kinder werde nit a. Köln. Mer soll ke Kalf love, bes (ih) et en Johr (6 Weiche) a. es Rip, Mosfrk; auch auf den Menschen bezüglich. — Auch auf Sachen und Zustände angewandt. Mondag wörd niet Weken a. Nfrk, Allg. Drei Dag jong on drei Dag a , hät et Lech (Mondphase) ken Gewalt Sieg-Westerhsen. Rauhrim kault, wüərd seilen ault; wüərd et drei Dag ault, blit et sess Weken kault Remschd. Gewalt wed nit a. Köln. Botter, die en Stongd, on Brot, dat en Dag a. es, dat schmackt gut Gummb-Hombg. Wat es auer äs si Mor? (Essig) Eup. — Verhältnis der Lebensalter. He dat es meng älts Mädche; menge ältste Jong steht beim Kamiss. Menge Ältste helf at düchteg met. Meng Älts hirot bal Rip, Allg. Van de Ältste hät mer net vill. — In der Gesamtheit nennt man den Anwachs de jong Purschte, et jong Volk (15—20 J.), de jong Wechter (— 15 J.) — II. absolut, in hohem Alter befindlich, senex. 1.a. von Menschen und Tieren, als Adj. u. Subst. gebraucht; verstärkt sten-, stock-, stecken-, üveralt Allg., roəseteg a. Aach, greilig a. Mosfrk, huəch a. Kemp, feng (fein) a. Bitb; besonders durch Vergleiche verdeutlicht. De (die, auch wohl dat) es su a. wie Metusalem Allg., — Jerusalem Wittg-Beddelh, — de ewige Jud Wittl, — Salomos Katz Mettm-Velbert, — Jülich Rip, SNfrk, — der Weg va Jülek Kemp, — der Jüleker Weg Heinsb-Porseln, — Jülek on Mösch Kref-Osterath, — der kölsche Dum Kobl-Vallendar, — as de Weg na Kölle Klev, — wie Trier Schleid-Wildenb, — de Siebersche Berg (Siegburg) Altk-Birken, — Altenrath Wippf-Bechen, — de Wopper Berg, — der Wouf aje Mönster Aach, Eup, — der isere Kaiser Karel, Kaiser Karels Oche, Botsched bovver Oche, de Pongkporz Aach, — zinter Klos sin Fott Ess-Bredeney. — en Bock Allg., — e Koh Allg., — en Stenesel Wippf-Biesf, — en Gei (Geige) Trier-Ehrang, — e Stan Trier, — anno Piftabak Erk, — en Ekenboum Lennep-Kräwinkelerbr, — en al Ech Koch-Lutz, — en Koas am Besch Bitb-Dahlem, — de Herhek Wittl-SpDahlem, — de Echterbosch Heinsb-Haaren, — de Böchelslei Schleid-Reifferschd, — de Behmerwald Saar. »Ich bin so alt wie der Duisburger Wald, Siebenmal gemollt und siebenmal gekollt, Und doch wieder bewachsen mit Mühlenachsen. Ihr wollt mich tragen nach Marienhagen, Dass ich einen bessern Deiss (Wachstum) soll haben« in einer berg. Sage. De es su a., su a. wörd ke Ferke Nfrk. So a. is ke Esel im Hochwald Ottw-Göttelborn. — Beliebte Zusammenstellung. A. on stif Allg. Kromm en schel en noch gen Kerl, olt en stif en noch gen Wif Emmerich. Och min Lif, a. weder stif, sibbe Kender un keine Mann; der Düvel weiss, we dat kann Köln. Mer werd alle Dag alder, stiver en niksnötziger (launischer) Klage der Alten MGladb-Rheind. Mer wird aut on schef wie Jülich Jül-Schaufenbg. A. on kroapeg, domm on toapeg das ist das Geschick von uns Alten Mosfrk. Mer git a. un täkeleg WEif — kromm on a. Allg., — a., kromm on puckeleg Allg., — a. on schro Rip, — oət en söəg (säuig, hässlich) Aach, Eup, — oət en fleddig ebd., — a. on kalt Mörs-Xanten, — a. on krabbelig Saarbg. Mer wird a on gris. Ot on gris, noch net wis Kemp-SPeter. A. on krank Allg.; oət en afständig; a. on schrompeleg (schronzeleg, rommeleg, hotzeleg (s. d. W.) runzelig. Aber auch mit Vorzügen. Er es a. on verstännig Allg., — a. un gewötzt Mosfrk. Eich sein zwoar noch net a., awer et denkt mer doch schons lang Trier. Deə es us enen auen Aərt seine Eltern und Voreltern haben ein hohes Alter erreicht Aach, Allg. — Zu alt. Mer es net ze a. für noch jet ze lihre Rip, Allg. — Alt genug. Do bös de a. genog für, dat ze dohn das traue ich dir schon zu, besonders eine Uebeltat Rip, Allg. Starke Drohung: Wenn de dat noch es dihs, da bes de a. genug dann gehts dir ans Leben Mos. — Alt werden. Du wiərsch a., Jong, de Esel kütt der erus (greise Haare) Rip. Mer wird a. on wess et net. An de Kenner kammer sehn, dat mer a. wird. Et a. were kütt va selver Rip, Allg. Mer well geər lang leve, äver net a. weərde Bergh-Blatzh. All welle se a. werde, äver net sen Rip, Allg. Wid me a., geht et enem wie dem Köhzohl, mer wiəss bi de Erd Gummb-Nümbrecht, — wiəss me wie en Kohstets op de Erd los Sieg-Fussh. Me wiərd su a. wie en Koh on lihrt noch emmer jet derzo Rip, Allg. Huh Klemmer on depe Schwemmer weərde selden a. Wippf-Lindlar. We well wören ault, mott sek hüəden vör Sur on Sault Elbf. Got eten on drenken, ok supen on langsam gohn on pupen (flare), Jonge! do hault di dran, dann wers du en aulen Mann Ruhr. Wer gepock (Wasserpocken) on gerödelt (Masern) hät on sur Kos ka verdrage, de kann a. werde Siebengeb. Unnen warm un bowen kolt mäckt olt Ess. Die Frage, wie man a. wird, ist oft gestellt; häufig erfolgen dann scherzhafte, selbstverständliche Antworten. We a. well werde, de dasch (darf) et Odem holle net vergeisse Schleid-Scheven u. sonst. We lang den Otem hellt (zieht), gett a. Mosfrk. Wer net jong stirbt, werd a. Wend-Leitzw. Wer ger a. wörd, darf net fröch sterve Kemp-Boish, Mettm. Be a. well werde, dorf net ant sterwe denke Koch-Lutz. We lang lef, wiərd a. Rip, Allg. Wer lang hos (hustet), wird a. Rip, Allg. Und so statt ‘husten’ mit vielerlei Verben: Wer lang köch, krächst, kümt, peift, kallt, steht, roch, left, schreit, süfft, lent (lügt), wird a. We ne gode Mage un e gode Püffet (Lunge) hat, de kann a. werde Bergh-NAussem. Wennsde di Bottermelk lang genog ets, kannste a. weərde Erk-Doveren. Wer 100 Johr Brut isst, wird 100 J. a. Siegld-Helbershsn. Wer 100 J. Schnäpse drenkt, wird a. Siegld-Freudenbg. Wer lang Krompere (Pannekoche, Zwiwele) iss, wird a. verbr. Ber lang Wein drenkt, get a. Mosel. We lang gris (schimmeleg) Brut isst, wüd a. Grevbr-Otzenr. De bist so gluck, de werscht nit a. allzu kluge Leute sollen nicht a. werden Hunsr, Allg. Wenn et Hätz jongk blif, wird der Mingsch net a. Grevbr-Kapellen. Haben zwei Menschen denselben Gedanken, so werden sie a. Esu a. wie der werd kein Sonn om Berg Köln-Rodenk. Wenn der Deuvel a. werd, well he Pap werden Mörs. — Bei der leichten Arbeit, bei dem Zustand do kannste wahl a. bei werde. Ih ech dat dohn, kannste aver a. gen abschläg. Antw. Rip, Allg. — Wenn junge Leute sich über alte Leute belustigen (We a. wird, ös ze verdure (bedure)) oder die Gebrechen des Alters nicht verstehen wollen, sagt man ihnen: Du wersch och es a. Wen nit a. werden well, mot sek jongk (fröch) hangen (begrave, verbrenne, verbröhe) lote Nfrk, Allg. Wer ni olt werde well, mot sek jung ophange Duisb u. sonst Nfrk. Loss dich jongk hange, da weəds de net oət Aach. — Auch sonst ist die Gegenüberstellung von jung u. a. beliebt. Jongk on A. = alle. Jongk on A. hät sich gefraut Allg. — RA. über j. u. a. desselben Menschen: J. gewennt, a. gedohn Rip, Allg. Wie mer sech j. gewennt, su hät mer sich a. Jül-Hottorf. J. besonge, a. bebrommt MGladb-Rheind. J. e Kengk on a. e Kengk Kref-Osterath. We j. net dollt, de dollt a. ebd., Aach. Besser j. geckig as be a. bozig Koch-Weiler. We j. flöt, kann a. noch bromme Jül-Inden. J.ə Here, olde Beddelers Emmerich. J. en Fulenzer, a. en Beddelmann Wippf-Bechen. J. Bediente, al Beddellöck Neuw, Sieg. J. riden, oult te Fote gon Sol. J. de Peəd, aut de Fot Nfrk. J. gevahre, oət gegonge Heinsb-Erpen. We j. fehrt, geht ot ze Puət Aach-Merkst. J. op Pantuffeln, oult op Schluffen Sol. J.ə Jäger, alde Beddeler Kobl. J. Vügel, al Mösche Schleid-Dollend. J ə Huren, ale Betschwestern Siegld. Wie eich j. wor, wore de Alde Her; jetz sen ich a., do sen die J ə Her Wend-Leitzw. Wenn mer j. es, ment mer de Welt wör ze klen; wenn mer a. es, send vier Breər noch ze gruss Jül-Tetz. Wi eich j. wor, sen ich iwer en Haus gesprung, ewei sen ich a. un kummen iwer ke Strehhalm Trier-Mehring. Besser j. dra (in die Ehe) gesprung als a. dazu gezwung Mosfrk. — Die Jungen und Alten im Gegensatz. J. bei J. en Oət bei Oət; denn wat j. es, dat speəlt geer, en wat oət es, dat knottert geər Aach, Allg.; doch mit mannigfach wechselnden Verben; statt knottert: noddelt Jül-Linnich, gromp Nfrk, pröttelt Dür-Winden, greist Nfrk, knorrt Rees-Ringenbg. Oder: De J ə lache (sönge, danze, spille, juze, flöte) gern, de Ale bromme (knottere, schänne, knurre) gern. De J.ə singe, de Ale gringe Köln, Jül. De J.ə schnorren, de Ale knorren Siegld. Wat j. es, dat sommt gern, wat a. es, brommt gern Klev-Uedem, Mörs-Schaeph. Bat j. es, es geckig, bat a. es, es krangeleg May-Kell, — knäppeg Koch-Ernst, — bozeg May-Trimbs. Je älder, je gecker; je jonger je lecker Erk-Doveren. J. Löck, die schlofe geərn; al Löck, di kive geərn Köln-Widdersd. Alles, wat j. es, hät sech geər; alles, wat a. es, knottert geər Dür-Derichsw. J. Led sprenge ger, al Led sötze (leie) ger WEif. — De J ən pissen Bugen, die Alen of de Fiss Trier-Mehring. J. Volk vermät sich, a Löck reiste (rasten) sich Schleid-Heller th. De Ale schrabben zesamme, de J.ə kloppen drop Rip. De Ale mossen dat Geld verdene, de J.ə verjuckeln (verschlampche, versilln) et Siegld. J. Lüt könne sterve, alde Lüt mösse sterve Jül-Linnich, Köln, Trier. E j ə Bam ka fallen, en alden mouss fallen Saarbg-Schoden. Den Ale krecht, de J.ən flegt Bitb-Betting. De J.ən wasset in de Höchde un de Ollen in et Graf Ess. De Junges stont, de Aulen falle Ruhr. De J.ə gohn op vier Ben, on de Ale op drei Ben Eusk. A. un j. verdräht sich nit Köln. Wenn al Löck futzen, mossen j. Lück amen sagen Dür-Pier. Of Konner kamer sech net verloasse: en j. Katz hat de aler noch ken Maus broacht Mos. Gej hät selde gehört, dat de j.ə Katte de alde de Müs brenge, mar wahl de alde de j.ə Geld-Kevelaer. Et hät kein Nut, dat en j. Krohl er al jet brengk Köln. Wenn de Alden de Oge tugont, gont.se de J.ə op. We de Ale, su de J.ə Allg. Wie de Oulen songen, su pipen (peifen, quiddeln, schirpen, fleute) de J.ən Sol, Allg. — Alt und jung in der Ehe. Alde Böck un j.ə Hippen, dat gewen Lammers öwer Lammers Mörs, Klev-Goch. E j.ə Knecht (Knab) un en al Mod, dat get en gode (reiche) Stot Eif. Schleit fihrt, we onglik anschirrt; A. on J. beinen trecke schleit open MGladb. — Lob und Vorzug des Alters. De Aue moss men ihre, de J ə der Puckel schmiere (prügeln) Aach, — kihre MGladb-Rheydt, Grevbr-Wanlo, MülhRh. We alde brave Menschen nit ehrt, es et j. Leəven nit wert Kref. »Junge Leute sollen bei den Alten die Ohren aufthun und die Mäuler halten« Eif. Dat Kend kann schwätzen wie en Alen. Al Löck gohn für Siebengeb, Allg., mit scherzhafter Fortsetzung — wenn de Strücher nass sin Gummb-Wallef, — sät de Düvel, do worf he si Grossmutter de Trapp eraf Köln. Al Löck rode got Schleid-Hellenth. De J ə welle mih wiəte, de Aue hant ävel mih geschiəte Heinsb-Karken. Den Alen seuht wedder (weiter) iwer et Woasser as wie de J ən dran (drein) Bitb-Betting. Neu Beseme kehre got, de ale fege de Ecke (Hötte) Rip, Allg. Abweisende Antw.: Kengerfrog, au wessen et wahl Aach. Dat schenste Geleit (Geläute) kemmt aus em alen Tor (Turm), et bampelt lang wenn ein Alter einmal drollig, lustig wird, dann aber auch gehörig Trier-Heidenbg. Wat de Alen net wössen, brauch mer de J ən net ze fron Bitb-Dahlem. De J.ə kennen alles beisser, de Auen dönt et beisser Eup-Raeren. Ne alde Fuhrmann es ne gode Wegwiser Dür, Allg. Al Fuhrlück kenne der Weg Köln. Mer moss net em alen Fohrmann et fahre bibrenge welle Gummb-Nümbrecht. En aulen Gaul kann wal den Weg wisen NBerg. Lehr ken alen Schösser scheissen Trier-Mehring. Jong, do moss di Var geng Kengder mache lihre Eupen-Raeren. Al Mösche flege secher Köln-Flittard. En olt Mösch fängk mer ni met Kaf (Spreu) Duisb, Allg. Al Meis fängt me net met Speck Allg. En olde Ratt geht niet lieht in de Fall Nfrk. En alen Fuchs fängt mer su lichte nit Altk-NFischb. Al Hohnder lock mer net met Kaf Monsch-Roetgen. En au Katz verbeənt sech net de Mull a wärme Brei Eup-Raeren. Au Affe kann me jeng Gesechter schniə lihre Aach-Merkst, Verbr. Liahr en alden Aff kan Grimassen schneiden Saar. Dau moss ken alen Aff lihren Konsten machen Bitb-Betting, — danzen WEif. En al Katz mosste net mause lehre Mosfrk. Al Katze mause got Bitb-Dahlem. Al Lück gohn net op et Js Köln. Better en ollen Narr as gar keinen Ess. Al Leut lossen sech net vergaddern Koch-Lutz. En al Mutter em Haus es en Zaun em et Haus Mos. Bei den Alen as mer gut gehalen eine junge Frau bei einem ältern Manne Trier-Ehrang, Neuw-Datzeroth. Henger ne aue Bom es got schulle (vor dem Regen schützen) Aach, Rip, Nfrk. (Statt Bom auch Stock, Hecke, Strüch, Schür; statt schulle auch schure s. d. W.) Bate au Hagstöck es got schure bei alten Leuten kann man gut Rat holen; ein junges Weib ist bei einem alten Manne gut geborgen Eup. Al Mod as en Hausstot eine alte Magd eine Zierde des Hauses; ein älteres Mädchen zum Heiraten mehr wert als ein junges Trier-Heidenbg. — Ne ale Bom kreiste net geboge Schleid-Dollend. Enen alden Bom verpott me nit mehr gern Mörs-Xanten, Allg. Me soll kene ale Bom en ne neue Boddem setze Sieg-ODollend, Allg. En al Katz wönd sech net got Schleid-Kallmuth. An eng au Schottel es niks mih ze flecke Aach-Merkst. De aul Knocke welle net mehr Ruhr. Wemmer alt werd, wede de Knoche stif. Al Knoche, möd Schloche Wippf-Lindlar. O Stevvel hovve (bedürfen) vüəl Schmer Nfrk. En ault Mensch es en Sten, woran sek jeder stött NBerg. En alt Mensch sett överall in de Weg Geld. En aulen Mann es en Mann van enem Dag, he geht met enem Ben em Graf NBerg. Und so wird im Bilde ausgedrückt, dass das schätzenswerte Alter doch auch Zeichen genug hat, dass der Mensch voller Gebrechen, verbraucht ist und oft Untugenden in erhöhtem Masse besitzt. Und ebenso zahlreich sind die RA., die diesem Urteil Raum geben, zugleich mit dem Ausdruck der Geringschätzung oder des Bedauerns. De Mensch es alt jet a. sagt man scherzweise gegen den, welcher eine schiefe Behauptung aufgestellt hat. E ziddert wie en alen Mann. Wenn de Aue fangen a ze graue, fange sei ouch a ze kraue Aach. Wu äller as se sen, wo grower as se were Westerw. Wu alder, wu gecker verdrehter oder liebestoller Klev, Allg. Wan alt Löck geck weəre, da weəre se zesehens geck Schleid-Reifferschd. Je oller, je doller Ess, NBerg. Je älder, je knorriger Ottw-Neunk, — verdrehter Saar, — begerleker (geiziger) Heinsb, — verkihrter Rip, — dömmer Altk. Wo er äller werd, wo er knerweliger werd Zell-Raversbeur. Dat es enen Alde, den frett allen Moers-Schaephsn. Dem Al ös de Sel en et Lif geross (gerostet) Köln-Widdersd. Wa mer a. göt, göt mer kannerig (kindisch) Bitb-Betting. Al send grad wie de Kenger MGladb, Allg. Al Lück on klen Kenger, die motste mar der Welle donn, da böke se net MGladb-Rheind. Ze a. Löck on jong Böck sät me et zwei bis dreimol Eusk-Derkum. Je aler de Kapp, desde horder de Ster Bitb-Kyllburgw. Je alder de Mann, je stiver der Senn Aach-Gressenich. Je aler de Noss, je hader de Schal Eusk. Wo aler den Norr, wo grosser de Ten (Töne) Trier-Mehring. Aul Böcke hant stif Höner NBerg, Allg. Ale Böcke stosse om hätsde Wittg. Je aller der Bock, je härder dat Hore Birkf-Idar, Allg. (Var. stiver, heller, frider). Der aue Bock verlüst sing gris Hore, ävel net singe aue Kopp Aach. Wo aler den Esel, wo langer de Ohren Trier-Mehring, Neuss. En ale Mann un en al Perd, die se ke Kreizer wert; en al Frau un en al Kuh, di sorigen immer zu Trier-Mehring, Ess. En al Fra on en al Kuh, die lehre neist mih zu; en ale Mann on en al Peərd, die sei noch immer ebbes wert Trier. Et es e Wongder, dat ene ale Stock nouch Ruse drage kann Bergh-Blatzh. Besonders wollen sie noch gern jung erscheinen und an den Genüssen der Jugend teilnehmen, das gilt besonders von der Liebe und dem Sexuellen. Ne ale Fuhrmann hürt nauch geər ens met der Schmeck klatsche Dür. Su geht et, wenn al Räder doll werde alte Leute sich verlieben Rip. Besonders von Frauen gesagt: Wenn en al Hott (Köze) rosen göt, flet er de Bodem aus Trier-Fell. Et es ke Kabellchen so alt, es werd als emol gebet dren Saarbr-Sulzb. En al Gess (Hipp) lös och alt ens e grön Blättche Dür, Allg. (— belöstigt, friss, müffelt, fend, knebbelt, hät). Et es ken Get so alt, et lös er no enem Blättche Grön Grevbr-Wickr. Ale Zege lecke och gern Salz Siegld. Wenn al Schüre Für fange, dann fange se an ze flamme Sieg-Thomasbg. Wenn al Schüre anfange ze brenne (bröhe), es schleich leische (dann batt, hilf ken Leische, da es ge Leische mih) Rip, Allg. Wenn et en o Schüəre beənt, göt et e gruət Füər Eup, — git et got Für Bergh-Angelsd. Al Schüre brenne got Rip, — lichterlauh Ess, — het best Nfrk, — et ärgste Klev Wenn alde Daker anfonge de brenne, da geft et e gruət Für Nfrk. Je älder de Jongkgesell, deste deper en de Hell Rip, Allg. Ene ouwe Jongkgesell es en Peərd oəhne Fohrme (Fuhrmann) Eup. Die al Juffere un die al Jonggeselle gonn de Lei schure Neuw-Bruchhsn. Vor allem das ‘alte Weib’, (der Mosfrk nennt sie al Fra; Rip, Nfrk alt Wif; al Frau ist hier mit mehr Achtung verbunden, wie auch in Wippf ault Minsche; für alte Juffer scherzh. en jong Weitschen van 1000 Weken NBerg), dessen Begegnen beim frühen Ausgehen Unglück bedeutet, muss sich Spott und Hohn und alten Hexenglauben gefallen lassen. A. Wiver, a. Trote Schleid-Hellenth. A. Wiver, Zänkwiver Aach-Gressenich. Al Eisen, ale Goss; al Fraen, ale Verdross WEif. Al Köh krett mer belleg Schleid-Hellenth. Aul Viulen rüken nit miəh Sol. Wann de Hecks a. wird, dann wird se fromm Dür. Wenn de Jöffrauen alt werde, dann fend me se onder de Prekstuhl Geld-Leuth. Vgl.: Wenn der Düvel ot wörd, welt he Pap werden ebd. E al Wif schort sich överall eröm Köln. Wu et ebbes Neues get, fend ma al Weiwer Wittl-Grosslittg. Alde Wiwer häwwe döck Höck op de Tant Klev-Uedem. A. Wiver on a. Jser hüre beiene Schleid-Hellenth. Mer ment net, dass e a. Frau e Minsch wär man meint nicht, dass so etwas (im allg. Sinne) möglich wär Saarbr-Berschw. Met a. Wiver es net got Kirsche knappe Heinsb-Schleifend. Leiwer en jong Mädchen as en ault Wif on twe Spennen Duisb, Ess. De sit och lever e j. Mädche wi en al Frau Rip, — wie en aul Hippe Berg. Ech si lever e j. Fülle äs en aut Peərt Heinsb-Bocket. Osen leven Her let genen Pastor of Köster verderve, he let lever en aut Wif sterve Heinsb-Süsterseel. E. a. Wif, wat ken Zäng mih hät, küt net en de Höll, denn do esZähneknirschen’ Eusk-Derkum. Wat söll et emol geve, wann et kene Kaffe göf; dann bleff ken a. Wif am Leven, on dat wör doch arg bedröf MülhRh. Soa het et geseten, seit et ault Wif, as de Koffepott kaputt gegangen woar Berg. De kallt (schwätz, quatsch) wie en a. Wif. Der (die) hat en Gesech wie en al Bess (Frau, Wif, Hecks). Er ös nauschieriger wie en a. Wif Rip. Dat Messer schneid, wie en al Frau beisst Daun-Mehren. Mer seuht dran wie an er al Frau sie sieht einer a. Frau ähnlich Altk-Birken. Ein ängstlicher Mensch es en a. Wif. Es kummt em, wie der a. Fra s Danze er rafft sich plötzlich auf Saarbr. Im Fall van Not lihrt en a. Wif et drabben Mörs-Neuk. Lot dech nit verblüffen, aule Wiewer müffen Elbf-Hahnerbg. Hosde er alde Fra de Arsch geguckt? wird dem gesagt, der ein Gerstenkorn am Auge hat Simm-Laub. Wer eine Zahnlücke hat, von dem sagt man: De hät e a. Wif gebütz Schleid-Blumenth; de hat ener aler Frau ont Kne geboss Koch. Drei Dotzend al Wiver, die deht mer en en Sack on verköf se dem Krämer für en Blösche Tabak MülhRh-BGladb. — Im Bunde mit dem Teufel steht sie. Wu en o Jomfer wont, da sitt der Düvel op en Dak Eup. En alt Wif es dem Deuvel si Rickperd MGladb-Mülfort, Neuss. Dat aule Wif es dem Deuvel ut de Kipe gesprongen Elbf, MGladb-Giesenk Mülfort. De al Fra eas dem Deiwel aus de Kiz geheppt May-Trimbs. En alt Wif hät der Düvel em Lif Schleid-Dollend. Dem Deiwel on er aler Fra kemmt kanen bei Trier-Beuern. Wat der Deiwel net wess, wess en al Fra WEif. Die Al ös dem Düvel ze schlau Rip. Wat den Deiwel net kann, dat brengt en al Fra fiərdeg Mosfrk, Allg. Wo der Düvel net komme kann, (— niks usrit, niks losbrengt, te bang üs, selver hindegohn), scheck e en a. Wif Rip, Nfrk, Mosfrk. Me es zeleəve net ze oət för ze liəhre, sät et oət Wif, duə liəhret et noch heckse Aach, NBerg, Ess, — do was sej 80 Johr alt on lehrde et heckse Klev-Goch. En a Wif on sibbe schwarze Katze, domet kammer en Donnerwedder machen Wippf-Bechen. Ech gohn, on wann et al Wiver rent Jül-Tetz u. sonst Rip, Nfrk, — al Fraue met Handbejele rent Siegld. Bei dunkler Gewitterluft heisst es: Et rent glich al Juffere (Wiver) Aach-Eschw u. sonst Rip. De al Weiwer reren (schütteln) ihre Killen (Kittel) wenn es im Februar schneit (vgl. dazu Spürkelsgrete) Neuw-Linkenb. — Wat a. es, dat ritt (reisst), sät der Düvel. do ritt he sin Grossmoder et Uhr af MGladb-Viersen. Mer muss de Sach nor richtig anpacke, sat der Düvel, do woll he nem ale Wif de geftege Zung us dem Mung risse; aver als he sing Hand widder erustrok, do hatt et im de Fingere afgebesse Köln. En aldi Fra von 80 Johr, die es der Welt zum Drotz, hat Hor am Arsch wie Besemreiser on Knoddele an der Futz Saarbr-Sulzb. Lerriem, lerriem Leffelstil, al Wiver fresse vell (auch lirum larum ... mit Fortsetzung) verbr. Spottvers. De Witmann muss sich esu'n al Hohn heiroden, dat noch dichtig gakst un net mih legt Bitb-Dudeld. Spottlied auf eine alte Jungfer: Und wenn sie alt und schrumpelig sind, was fängt man damit an? Man ladt sie in Kanonen und schiesst sie nach Amsterdam ebd. — Der alte Jude. Dem on em alde Jud darf ma niks schollig bleiwe Kobl-Bend. Wer eine Zahnlücke hat, hat en ale J. gekesst Koch-Leienk. Dau hos e Gescheck wie en alen J. Bernk-Maring. Wer einen »stinkigen Atem« hat, hat em ale J. seune Odem em Hals Koch-Leienk. — Die Schimpfwörter, mit denen die Untugenden der Alten bezeichnet werden, führen meist das Attrib. a. bei sich. Die Zahl dieser Subst. geht ins Ungemessene α. für Männer. Der ale Bock soll sech jet schammen, den jongen Mädche nozelofe Rip, Allg. Du ale Flabbes. Sune aue Geck (Flamp usf. alle Ausdr. für ‘Narr’). Dat es en richtigen alen Knopp Rip, Allg. En alen Ühm beste alt Rip. En ale Knüver (Spetzbof, Grötzer, Knotterbär, Krauder, Pröttel, Knäpper, Prömm usf., s. d. W.). Dem alen Schmöck-got gefalle de jong Mädche och noch Sieg-Ägid. Sune ale Knasterbart strich sech och noch öm de Fraulöck eröm Rip. Du alen Hond solls dech jet schammen. Du alen Deuvel van em Kerl, häste deng Löck noch net genog gekraut. Du alen Kümsack, wärschte doch es us dem Weg. Du alen Nüddeler, luter häste ze bromme on ze kretsche. Du alen Pöffer, gangk möt denger stenkigen Pif es weg Rip. — β. Das ‘alte Weib’ ist en al Hecks, Wedderhecks, Preckd, Fachel, Möhn (Muhme), Druschel, Totsch, Tratsch, Üərschel, Quisel usf. (s. d. W.). Aus dem Tierreich: Du al Gess (Hipp). Dat es en alt Möschke Wesel. Du al Krack (Pferd). Du al Schrut. Du al Ül. Die al Krutsch (Kradd, Pädd) dog neist Koch. Dat alt Hohn es jo ze domm dofür. Die al Au (Schaf) Waldbr. — Dem Begriffskreis ‘Dose, Schachtel’ entnommen: De al Dus kann och nur de Löck anenander brenge. Sun al Schachtel, Drohtschachtel, Schartek, Schadull, Schaduddel, Schawachel, Scharassel, Scherf (Scherbe), Tut, Täsch, Döppen, Schottel, Flöt, Schruf, Kamin, Kasteroll, Tonn, Tronskann usf. (s. d. W.). — De ale, fise Grosche Rip. De ole Tang Nfrk, Allg. Sun al Donnerwedder Rip. Den ale Drachen kann doch kener usstohn. Dat es e a. Fegfür (en alen Flammbogen). Dech a. Gewidder sall der Deuvel holle. Die al Dratsch hät en geschlohne Stonn e Sehwätzche gehale Kobl-Bend. En aul Schratel Klatschbase NBerg. Du alt Gestell, Gerämsch. Du al Hotzel (Schrumm, Schrompel) runzeliges Weib usf. (s. d. W.). — So sehr ist man gewöhnt, das Attrib. ‘a.’ vor jedes Schimpfwort zu setzen, so dass man die Verb. auch gebraucht, wenn die Bezeichneten durchaus noch nicht ‘a.’ sind. Zu einem 20jährigen kann man sagen: Du alder Sendeknebbel Saarbr-Sulzb. Auch die junge Frau ist en al Quatsch, en al Tratsch, wenn sie gerne klatscht. Der rüstige Mann es en alen Söffer, en al Schnapsül, wenn er gerne trinkt. — Der Alte, die Alte, die Alten. α. Der Alte = Vater; doch nur, wenn Dritte von ihm sprechen; im Munde der Kinder klingt es despektierlich. De Bu is de gespautzt Alt er gleicht seinem Vater Saarbr. De Jong ös sine Alden ut et Gesech geschniəne; hen ös perzis wi den Alde Nfrk. Den Jong es dem Alden ut de Mull gefalle Nfrk. Wer war das? Antw.: Ene Jong von de Aue. Em Alde sei Sohn Allg. Hen hät den Alden sin Papieren gefonden er hat gleiche Untugenden wie sein Vater Mörs-Neuk; aber auch dies klingt schon bewusst despektierlich; sicher, wenn ein Sohn sagt: Mengen Al ös verröck, he wess och net mih, dat e alt Perd es e Fülle wor (dat en al Koh es e Kalf wor Rip; di al Kih wössen net mih, dat se selwer Kalwer woren Trier-Mehring). Die Frau sagt mehr scherzhaft oder gemütlich von ihrem Mann: Mengen Al(en) es en Knurrpott. Mei Alder Saarbr. Und er von ihr: Meng Al Rip, mei Ald Saar. — β. Die Alte = Mutter (ebenso). Er schleht (artet) no senger Alen Rip. Der Ehegatte sagt bewusst verächtlich: Ming Al hät se net got hange keine gute Laune MGladb-Odenk. Eweil geht et drun wi Hans un de Al mit voller Kraft an die Arbeit Trier-Mehring. En Al kann nöng Jonge ernähre, nöng J.ə äve noch ken Al Dür-Gürzenich. Dat Äutsche für beide A. Monsch-Witzerath. De Oulsche, Olsche die Alte MülhRuhr, Ronsd, Ess. — γ. Die Alten = die Eltern (ebenso). Wo können de Könner duge, wo de Ale net duge Rip, Allg. Wann den Alen de Oge zogohn, gohn se den Kendern op Sieg-ODollend. Wenn de Jonge wöre wie de Ale, wören se met Geld net ze bezahle Eusk-Billig. Die Jonge modde kope, dat de Aue häbbe versope Nfrk. Det sen ärm Kenjer, wu de Aue Mester siəne Heinsb-Bocket. De Alen sihn alles med annern Awen on wie de Könner Trier. Wer sengen Alen net folg, moss dem Kalffell folge Sieg-Blankenbg. Vun der Alen ehrem Fett zerren Köln. Die Alen dohn neks eraus die Eltern geben den Kindern kein Vermögen heraus Altk-Birken, Allg. De Alen sen zih, geven deiht wih Köln. Despektierlich von den Kindern gesagt: Gott sei gedank, de Alen sen es endlech usgefloge, jetz hammer Müllop Rip, Allg. — δ. auch die Alten der Tiere, Vögel werden so benannt. Die Al Mutter des Kalbes Bernk-Hottenb, Allg. Sen de Alen om Nes? die Vögel. Elo hos de es den Alen op. dem Nast gefangen WEif, Allg. — Speziellere und übertr. Bed. Der alen Herrgott lef noch. Der alden Her Pfarrer (de jongen Her = Kaplan) Schleid-Hellenth. Alen Patt Grossvater, al Gott Grossmutter Malm-Amel. Den Grossvater nennt man etwa de ale Schmitz, die Grossmutter die al Kepplersch (Eigenn.). Et Ältchen Grossvater Eif. Die alde Leit Auszügler Hunsr. Der Vorgesetzte ist schlechthin der Ale Allg., der Obersteiger der Al Siegld. De Alen der alte Jahrgang der Soldaten. Rekrut dau hos verdammt noch lang, die Alen gihn bal ham, bal ham, bal ham (Deutung eines Hornsignals) Trier. En Alen Schnaps Siegld. De Ald Kreuzdame im Kartenspiel MGladb, Gummb-Berghsn. Der älteste Sohn heisst de Alt z. B. Krämesch Alt Zell-Sohren, weiblich dat Alt. Al Wiver eine Erbsensorte Kemp. Meng Alt Geliebte Köln. Sich es do, die Alt diese Dirne, dieses Weibsbild Köln. — In der Anrede zur Bekräftigung in Spass und Ernst: Mei liwer Alder, do es es awer los gang! Mei liwer Alder, wann ich dich emol zische krin. Mei Alderche kosende, lobende Bezeichnung für verständige, kleine Buben Saarbr, Birkf. — Mythol. Hintergrundes sind folgende: De Al die Sonne Wittl-Muhlb, Bitb-Dudeld. Die Al ment et haut noch es gut. Der Al van ze Johren Wind, Sturm uWupp, — van der Johren Sol. De Ale van ze Johr Kinderschreckgestalt Dür. Die Ald hat noch net all ihr Reck ausgeschiddelt wir können noch Schnee bekommen Saarbr-Sulzb (s. Spürkelsgret). De Alte fänge die Kartoffelernte beendigen. Heit hommer de Alte gefong Saarbr-Heusw. hät der All gefange etwas erobert Schleid-Hellenth. E hot den Alen gefingert sich etwas eingebrockt Trier-Heidenbg. Ol Wif letzte Garbe, bes. dick gebunden, grün bekränzt ins Haus getragen, wofür die Schnitter einen Krug Schnaps erhielten (bis 1890) Rees-Wehling. — Bergmännisch: Alter Mann abgebautes und mit Bergen zugesetztes Feld Saar. Mer han nen alten Mann erschlahn wir sind beim Arbeiten im Gestein auf ein abgebautes Feld gestossen. Der Alte ist schon an dem Ort gewest hier ist schon früher ausgebeutet worden Saar. — b. von Tieren im Bes., abgelebt, abständig. De al Kih gen de Botter, on de jong Huhner legen de Eier Eif, Allg. Jong Honder legge völl Eier, on a Köh geəve völl Botter Geilk-Brachelen. Wo aler de Kuh, wo zeher et Flesch Trier-Mehring. Die K. es su a., die es von Abrahams Klee schon gemolk gen Koch-Ernst. So a. wird kei K. of der Hahnebach sagt man verwundernd, wenn man von einem Greis sein hohes Alter erfährt Hunsr. Der geht wie en al K. Der es esu deckefett wie en al K. Rip Ech han dech esu ger be en a. Perd sei Moder May-Trimbs. Al P. on al Weiwer sein net viel weərt Neuw-Kaltenborn. He knöch (stönt) wie en a. P. Mörs. E schluckt (trinkt heftig) wie e al P. Saarbr. De kimmt doher wie e alter Gaul Nahe. De hat en Leffer (Mund) wie en al P. Saar. Met en oll P. es schlecht eggen Ess. Wenn de an de iəschte Lüə (Lügen) en Fülle wuəde, dann e jetz lang en a. P. Sieg-ODollend. Bester en a. P. drop gedreve wie e junget Siebengeb. Do soll dich nen alen Esel bisse Köln. Do soll doch en al Ül dren schlohn Berg. Dat dankt üch en alt Ül Schleid-Hellenth, Sieg-NDollend. Stell, wann al Vule peifen WEif. En a Henn legt och wahl ens en Ei en de Niətelen Nfrk, Allg. Schlau wie aule Möschen Duisb. He es op der Penning wie der Duəd op en al Au (Schaf) Altk-Birken. Al Honn sen iwel ze bännigen Mos. Der al Hongk löft em no er wird alt Rip, Berg. Et alt Höngkche kött dass. Sieg-ODollend. Wenn en olden Hond blöff, sall me nosihn Duisb. De hot et su schlau wie n alen Hund Bernk-Maring. Die (Buben) stenke wie die alt gefreckte Hunn Hunsr. Al Höhne on jong Mädche verdrage sech net Köln-Brühl. Al Höhne kockele gern, äve se lege ken Eie Eusk. Alt Hase lofe got Schleid-Hellenth. Do soll me barschten op en o Get (Geiss) da hört doch alles auf Geld-Leuth. Der os we der Dud of en al Zi (Ziege) Westerw. Hegd as et Weəder esu fett, et wisst er ale Gess de Schwanz, de schong sieve Joahr dugd as bei feuchtwarmer Witterung Prüm-Dahnen. Ne ale Fuss verliert sei Hor, äwer sei Naupe net Allg., auch in übertr. Sinne. — Die Bezeichnungen für alte Kuh, altes Pferd sind meist mit dem Attrib. ‘a.’ verbunden. Kuh: Die al Gick, Gilz, Hitzel, Gutsch kann jo net mih füran. Sich der es dat al Knochegerems, Knochegeräffels, Knochegerämpel an. Sun al rammig Räuz. Sune ale rampege Reppebock. Sune ale rappige Schächer. Sun al Schockel, Sehrakel, Schrämmel, Schraukel, Schritz, Schladerröz, Schlapp, Schrunsel, Schrunz usf. (s. d. W.). — Pferd: Den alen Bock soll en Donnerwedder holle Rip. Du verdammte al Krack. Dat es der en alen Krampen (Kropen). Sun al Hick, Hiss, Hissenbock, Krick, Kröck, Prick, Räff. Sune ale Rackert, Rappert, Reppengott. Dat es en alt Schindluder, en al Schindkaule usf. (s. d. W.). 2. von Dingen, nicht mehr neu, schon lange existierend, lat. vetus a. im Sinne des Verbrauchten, Defekten. Die Bezeichnungen für ‘Gerümpel’ führen stets das Attrib. ‘a.’. Wat lig do für en alen Brasel, Boddel, Prüll, Rommel, Hudel, Krau, Krom. Dat a. Gerömpel, Gebrassel, Gebrämsch, Gelörr, Geheister, Geress, Geräppel (usf.) es doch nüs wert (s. d. W.). — Ebenso für ‘Lumpen’. Alde Lorren Mörs-Neuk. Die al Lompe, Hudele, Plute (usf.) kannste doch net mih bruche. RA.: Ojasses, wat makt gej e Gesicht van alde Lappe ein erbärmliches Gesicht Geld. Schun Fraulü on alde Pongelen bliven üverall anhange MGladb-Neersen. Au Hugele on nette Mädches blive rond honge Heinsb-Dremmen. Jong Mädcher un al Schürze blive üverall hange Rip. Et es kei Kons, us neuem Stoff ale ze mache, awer us alem neue Rip. — Ebenso für ‘altes Haus’. En sunem alen Kotten möch ech net wannen Rip. Stech die al Hött (Kaste, Rabbelkas, Kasterall, Kes, Katsch, Bölt, Barak, Budik, Tent, Schabrak, Kafikel, Kau, Kotte, Krak, Kipe, Kütsch, Lotsch, Baies, Lukem (s. d. W.)) doch an. Sun alt brackeleg (gaddereg, gratscheleg, krackeleg, rackeleg, raderschälleg, rauleg, schockeleg, wendsch (s. d. W.)) Döngen. RA.: Den hät Enfäll wie en alen Backuwen Mosfrk, Allg., — en a. Backes Rip, Nfrk, — en al Hus, en al Schüreporz Schleid-Hellenth. He fällt zesamme wie en al Schür Dür-Pier. Et es so kalt wie en ner alen Schür Lennep-Dhünn. Al Hüser strich mer an, wemmer se verkoufe well Köln. Alt Hüser on jong Wiwer konnen en verlade mache Schleid-Hellenth, Auf den Gruss Goden Dag wird scherzhaft erwidert: E goden Dach as got fir open al Scheier Prüm-Waxw, Simm-Horn. — Ebenso für ‘altes Messer’. Die al Fil schneck och Botter, wann se wech es Rip. Die al Kneip (Pok, Plaut, Fiddel Fergel. Garrel, Gatsch, Gauchel, Juckel, Kerf, Lammel, Lämmes (s. d. W.)) schneid Wasser bes of de Bodem. RA.: Do sett ek ken a. Metz tegen das ist ganz bestimmt so Mörs-Neuk. So dröck häbben as en a. Hackmetz Mörs. — Ebenso für ‘alte Schuhe’. Al usgelatschte (usgetratschte) Bracke, Bratsche, Lutsche, Schlappe, Schlarve, Schluffe, Tratsche, Schlorren usf. (s. d. W.). RA.: Bei der Hand sin as ennen alden Schloff (Pantoffel), — ennen alten Schuhnsborstel Mörs, Rees. Me moss de au Schong net iəhder fotsetze, bes men e Paar neue hat Aach. Au Sch. mache müssig umherschlendern Aach. Uz ding al Sch. Antwort für einen Spötter Sieg-ODollend. — Verschiedenes. He geit an Bord as en alde Kar Nfrk. Beter met en alde K. op et Land als met en gut Schepp op et Water Geld-Leuth. Mat dir as et nöt mih vüll, du bas esu zerbroch wie en al Schuppkar Prüm-Leidenb. He es bang för er al Mang Köln, Rip, Allg., — för en al Mang, die gene Boəm hät MGladb-Neersen. Die Martinsburschen heischen: Au Mangele, au Mangele, stomp Beisseme wie decker, wie fetter, wie beister Aach. — Dat es en stärk Stöck op en au Bocks Verspottung dessen, der eine geringe Leistung übermässig hervorhebt Aach. Dat sieht us wie en neu Stöck op en al B. Jül-Linnich. Dat os noach immer besser, wie en al B. gefluht besser wie nichts Daun-Strohn. De häut äver dren wie en a. Iser Rip. De geht an de Ärbet, als wenn e en a. I. schlög Dür. Der hört all bei et alde I. Nfrk, Allg. De es em alde Schruət alter Junggeselle Monsch-Kalterherbg. De es met er ale Aks net dut ze brenge Sieg-ODollend. De is so hrank wie e a. Bank Hunsr, Allg. Et es immer noch besser wie en al Vugelsnast Bitb-Dahlem. Se sönd verwäindt met aut Seisele (Sicheln) te liəhne Eup. Die send verwandt mar so wie alde Schöpp on alde Grep (Mistgabeln) Bezeichnung einer sehr entfernten Verwandtschaft Geld-Issum. Ek bön gespannt wie en alt Regescherm Mörs-Neuk. Wat ges de mech do för? Antw.: Twe Pennek on en al Schwemmbocks MGladb-Rheydt, — en al Aks, en Schanz Der on e schömmelig Brut Koch-Laub. Dat es ne rechten ale Graven (der a. Gr., jetzt Eintrachtstrasse, früher übelbeleumundete Gegend) = unordentliche Haushaltung, alter Krempel Köln. De deht en Kall wie en a. Pötthüske Nfrk. Nau schlih mer ower doch en ale Bodderkir en en neie Digel Kobl-Bend. Wulln is sehn, we de älste Bref krit sagen zwei junge Männer, die um dasselbe Mädchen freien Waldbr-Wildbg. — b. was schon alt ist, aber noch fortdauert, brauchbar ist. Von Massen, Gewichten: En a. Lut = 16⅓ Gr.; en neu Lut = 10 Gr. Neuw-Unkel. En alder Schobbe = ¾ l; en neuer Sch. = ½ l Birkf. Om alde Mart; en der ale Si alte Sieg usf. RA.: Jongk gewönnt ös a. gedohn, dat ös e al Wort on e wohr Wort. Et es noch alles beim Alde. Loss die al Strech, die al Dommhete Allg. Verwerf et Ale net lis (leise), wart, bes et Neu sech beisser bewis Dür-Gürzenich. Wo nüs Alts ös, ös nüs Neus geweəs Bergh-Blatzh. Mer soll nüs Alts öm jet Neus verwerpe Schleid-Scheven, MüEif. Et Neie es net emmer et rechte, et Ale net emmer et schlechte Mos. Dohn et op din Ot (= Alt) nach deiner alten Gewohnheit Kemp-Kaldenk. Neje Wenkels häbbe kenn olde Scholden Rees-Ringenbg. Och, wej häbben't jo genug, wej häbben't Neie bei't Alde, sag de Frau, du hatt se'n klein Ferke bei't alde in de Stall Mörs-Orsoy. En hat en Gesicht wie en al Dreipennegssteck Prüm-Brühlborn. Ich leə mich in de alden Segen ins ungemachte Bett Ottw-Eppelb, Birkf. Et wär besser, dat de Sach widder ere ale Gang nöhm, en ere ale G. köm Rip, Allg. Üt olde Kennes wek (will ich) et duhn Emmerich. Dat sen su aul Gewenden Gewohnheiten NBerg, Allg. Der Wof verlüst sin au Biət, ävel net sin au Striək Heinsb-Karken. Der Wolf (Fuss) flüs seng al Hor, äver net seng al Senn Rip, (— die alde Naupen Mosfrk, — seng al Krätz Dür, — sing au Krämp Aach). Dat Kand hot esu en al Maul spricht altklug Bitb-Dudeld. Et geht noch alles op dem ale Fuss in der alten, hergebrachten Weise, im alten Geleise Prüm-Ihren, Aach. Dann könnt wiər alles op singe aue Foss en en sing au Flür ebd. Jet op der aue Fout brenge in den guten, vorigen Stand Eup. Ver ston noch op auler Hacke noch im vorigen Zustande Sol. Nau sei ma wirrer of de al Hack soweit, wie wir waren Westerw. Dat es jene ale Lehm das ist keine Kleinigkeit, soviel zu bezahlen Sieg-ODollend, MGladb-Rheydt. A. Erdreich Lehm- oder Lössschicht zwischen den Bimssteinschichten Mayf. — Alte, unliebsame Geschichten: Ech hammer wahl gedach, dat jetz dat a. Ledche widder afeng Rip. Dat es ale Dreck, do soll me net dröve gohn Aach-Eschw. Wat rührschte de alen Dr. wedder op? Rip, Allg. Je mih äs mer alen Dr. mengk, deste mih stengk he Allg. Olde Graves opgraven Emmerich. — Das sind alte, längst bekannte Dinge: Dat sin al Eərze (Erbsen) Rip, Allg., — al Nüət (Nüsse) Nfrk, — al Uərzen (Rest) Kemp-StPeter, — ale Lappen Zell, — al Ähre Heinsb-Schleifend, — al Zuckerklömpkes MGladb-Odenk, — aul Buəhnen Mettm-Velbert, — alde Lorren Mörs-Neuk. Dat ös doch en aler Jack (en ale Jack) Altk-NFischb u. sonst verbr., — e a. Sopp Altk-Bundenb, — en ale Flätschen Koch-Lutz, — en al Kapp Köln, MülhRh, Wippf, — en al Kamell (Karamelle) Rip, Berg, — en ale Kasten Trier-Wasserliesch, — ne a. Kest Simm-Ebschd, — en al Weste Siegen, — en ale Käs Allg., — ale Kappes Köln. Och dat es at a., dat es schon dür sechs Kirspel gegangen Gummb-Nümbrecht, — do sproch ming Gross at von Ahrw. Dat es a., leer Stroh gedrosche Kobl-Vallend. Do werden de al Erten ok noch opgeröiərt alter Zankstoff, alter Streit. Wärmsde die al Eəze Rip, — den aulen Thie Remschd, — dat a. Mus Geld-Kevelaer noch ens op?. Einem solchen Streiterneuerer sagt man: Al Eəze kouche doch net, de weəre schlech wech Bergh-Blatzh oder Aler Käs stenkt Neuw-Rodenb. — Do lig mer en alen Dröss (Scheisse) — en alen Dreck dran gelege Rip. Dat is so a., dat han ich schon lang of die Mischt geschess Wend-Urw. — Alte Speisen, Getränke. Ale Wein es got. A. Gras hält lang wedder Schleid-Hellenth. Ale Klore (Kornschnaps) hält de Lück bei Johre Köln, verbr. De ale Kli Klee im zweiten Jahre im Gegensatz zum Stoppelklee, der erst nach dem Abmachen des Getreides, zwischen das er gesät wurde, zum Abmachen kommt (im 1. Jahre) Rip. Alt Lagerbier im Gegensatz zu Jung Köln, Aach. Al Holz alte Stengelteile beim Rebstock im Gegensatz zu den Rewen jungen Trieben Mos. Ale Stock Weinstock. — Von der Zeit. Ale Kermes Sonntag nach Kirmes Mörs-Vlynen. Dat al Johr das vergangene Jahr. Olt Johr Neujahrsnacht Mettm-Langenbg. Der ale Dag das Alter. Dem es och der aue D. a. jen Lif Aach, Geilenk, Eup. Et geht op den alden D. an es geht aufs Alter zu Kemp. Den alen D. kennt Trier-Mehring. Ne schönen auen D. ha Aach. Der auen D. mat net schöner Aach. — Al Let Vollmond, abnehmender Mond Saarbg-Soest, Eup-Raeren, Malm-Ivelding (voll L. Vollmond, jong L. Neumond Mosfrk, Allg.). Mer soll de Hor net bei alden L. schneiden. — Auch auf Personen kann ‘a.’ im Sinne von ‘altbewährt’ angewandt werden. Du bös mengen alen goden Frönd. Aler Frind on en al Schwert sein in der Nut Goldes wert Mos. En ale treue Schlupp eine treue. Haut. En go au Schwart Aach. Mir bliven de Ale wie wir waren. — 3. was einer früheren Zeit angehört, entweder gar nicht mehr existiert oder doch in der Gegenwart nicht heimisch ist, von Dingen und Menschen, lat. antiquus. Fir alts vor alten Zeiten Mosfrk; vor alts Siegld; van auts von alters her Aach; van olts her Dinsl-Walsum; van alts her Schleid-Hellenth. Van alder Erd aus früheren Zeiten Schleid-Hellenth. Us (van) alen Zeggen Rip, Allg.; auen Tits Eup. Jei von den alden Tit vertelle Kemp. Üt de alde Dos vertellen Nfrk. Wenn de Aulen dat noch erlef hädden, dann schlügen se de Hann tesammen MülhRuhr, Allg. Mer sollt Bockse drohn wie d'al Legd mot Galgen dran das gute Alte früherer Zeiten sollte man wieder herbeiführen Prüm-Ihren. Dat sen no der aue Schlag mit Gewohnheiten aus der alten Zeit Aach. Löck van der alen Art Rip. Dat sen der noch van der alen Erd Malm-Amel, — us dem alen Testament Daun-Esch, — us dem ale Johrhondert Neuw-Dattenb, — aus der alen Zeit Allg. Da geht et noch na de alde Mude Geld. Altkölsch, altbönnsch usf. aus der alten Zeit Kölns stammend. Bent für der aue Börgermester, dann der neuen es emmer schleter Aach. — Die Beifügung ‘a.’ wird stets gesetzt, wenn jemand auf seinem Posten abgelöst wird, auch wenn er noch nicht an Jahren a. ist. Use ale Lihrer wor och noch es he.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    alt II

    Rheinisches Wb.

    alt II Rhfrk, Mosfrk, Rip alt ; doch Köln-Ld , Bergh , Dür , MülhRh , Sol (rip.) ālt ; Aach ət (neben alt ); Eup ut ; …

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Cotta, M. (2026). „altii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/altii/rhwb?formid=A01120
MLA
Cotta, Marcel. „altii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/altii/rhwb?formid=A01120. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „altii". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/altii/rhwb?formid=A01120.
BibTeX
@misc{lautwandel_altii_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„altii"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-20},
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