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agabûz

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

agabûz

agabûzAWB[-s] m. a-St. ‚Barsch, perca, turonilla,
talcedo (?)‘
(Perca fluviatilis L.), zweimal in Gl.
als agapuz belegt, 11. und 13. Jh., einmal, wohl
verstümmelt, als abuz, 13. Jh., dazu im Ruodlieb
XIII, 47 (hrsg. von Seiler: ast agapuz ut acus ...
acutus
); die von J. Grimm und A. Schmeller,
Lat. Gedichte d. X. u. XI. Jh.s (Göttingen, 1838),
328 vertretene Verknüpfung mit ae. älepûta, -e
‚eel-pout‘ ist in jeder Hinsicht verfehlt. Eine
Wortform akpouz wird in K. Meichelbecks
Chronicon benedictoburanum (1753) I, 198 den
„Alten“ zugeschrieben, während die zeitgenös-
sische Aussprache Appeissen (pl.) lauten soll, –
alles Formen, die für das auch im Ahd. Wb. I,
54 als lang angesetzte -û- sowie für spirant. -z
sprechen dürften; auch Schmeller, Bayer. Wb.2
I, 118 verzeichnet für die bair. Mdaa. noch Ap-
peis [appǝs] („wohl besser Appäuß (pl.?)
Grimm-Schmeller, a.a.O. 238), neuerdings An-
paß; daraus wurde, mit volksetym. Anlehnung,
nhd. Anbeiß für den ‚Barsch‘ („weil er nach je-
dem Köder schnappt“
, Brehms Thierleben2 VIII,
34 ff.). – So gehört hierher wohl auch die von
anderer Hand in den Abschnitt Versus de pisci-
bus des Cod. Mellicensis K 51 (14. Jh., bair.)
73 aga – agabûzS74
eingetragene, aber ausradierte ahd. Gl. 3, 46, 14
arpeiz (?), die in dieser Form sonst nirgends
nachzuweisen ist und von der „nur a ganz si-
cher“
lesbar sein soll (Fn. 9); auch das darauf-
folgende lat. Lemma cubisare (?) ist nicht weiter
zu belegen. Aber im Hinblick auf die oben zi-
tierten bair. Fischbezeichnungen und das volks-
etym. nhd. Anbeiß fragt sich vielleicht, ob nicht
auch die sehr späte Glosse arpeiz (?) als appeis
oder ähnlich zu lesen ist: vgl. außerdem den im
selben Abschnitt (wenn auch nicht in derselben
Hs.) verzeichneten Fischnamen steinpeiß, stain-
peiz, -peis 3, 46, 36 sowie nhd. Stein- und
Schlammbeißer. (S. Ahd. Wb. I, 661 f.; Starck-
Wells 34.)
1944 Zeichen · 61 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    agabûzst. m.?

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    agabûz st. m.? , mhd. agapuz ( vgl. unten ), bair. appeis, Schm. 1,118. Vgl. schweiz. egli n. und sein Synonym būz, Schw…

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Zerlegung von agabuz 2 Komponenten

aga+buz

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APA
Cotta, M. (2026). „agabuz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/agabuz/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „agabuz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/agabuz/ewa. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „agabuz". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/agabuz/ewa.
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