Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Adiaphora
Adiaphora , gleichgiltige Handlungen, nannte die stoische Philosophie solche, die weder gut noch böse wären, und seitdem ist es eine offene philosophische Frage geblieben. Die kath. Kirche anerkennt keine Adiaphora in Dogma und Moral und wenn sie in der Liturgie nicht absolute Gleichförmigkeit, sondern eine gewisse, aber gesetzliche Freiheit gestattet, so geschieht dies nicht, weil das so oder anders gleichgiltig wäre, sondern damit der Zweck, christliche Erbauung, überall um so sicherer erreicht werde. 2. In dem Reformationsjahrhundert erregte das Augsburger Interim vom 15. Mai 1548 einen gew…