Eintrag · Campe (1807–1813)
- Anchors
- 1 in 1 Wb.
- Sprachstufen
- 1 von 16
- Verweise rein
- 0
- Verweise raus
- 1
Überlassen, v. trs. unregelm. (s. Lassen). D. Überlassen. D. — ung. 1. \Uumlacute;berlassen, ich lasse über, übergelassen, überzulassen. 1) Über einen Raum, Ort gelangen lassen. Den Feind nicht überlassen, über den Fluß, über die Grenze 2) Übrig lassen. »Und sollt nichts davon überlassen.« 2 Mos. 12, 10. »Es soll nichts übergelassen werden, bis an den Morgen.« 3 Mos. 7, 15. 2. Überlássen, ich überlasse, überlassen, zu überlassen, in den Besitz eines Andern übergehen lassen, es geschehe mit besonderer Willenserklärung oder stillschweigend, indem man etwas in eines Andern Besitz läßt und nicht wiederfodert. Einem etwas für Geld und gute Worte überlassen, den Besitz desselben dafür abtreten, wofür man in engerer Bedeutung im gemeinen Leben auch nur überlassen sagt. Abtreten unterscheidet sich von überlassen dadurch, daß eine ausdrückliche Erklärung und eine Bestimmung der Person, für die man einer Sache oder einem Rechte entsagt, dabei Statt findet, und ablassen unterscheidet sich von abtreten dadurch, daß dies durch Tausch oder Kauf geschieht, das Abtreten aber auch unentgeldlich geschehen kann. Dem Feinde das Land, die Stadt, das Schlachtfeld überlassen. Sich einer Leidenschaft, der Freude, dem Mißmuth überlassen, sich ihnen ganz hingeben, sich davon beherrschen lassen. Sich seinen Gedanken überlassen, denken was einem zunächst einfällt, und wie es nach einander einfällt, ohne Absicht an etwas Bestimmtes oder in bestimmter Ordnung zu denken. Einen seinem Schicksale überlassen, sich um ihn nicht weiter bekümmern und das Schicksal über ihn walten lassen. Sich der Leitung eines Andern überlassen. Überlassen Sie ihn ganz sich selbst, lassen Sie ihn ganz nach eigenem Willen und Gefallen handeln. Überlassen Sie das mir, lassen Sie mich es thun, besorgen. Das überlasse ich Irer Sorgfalt. I Versen wird gegen die Gewohnheit und auf eine verwerfliche Art in dieser Bedeutung das über von dem Aussageworte getrennt. Laß diese Kleinigkeit den witz'gen Köpfen über. Gieseke. Ih ließ zu lange Die Theuerste einsamen Thränen über, Schlegel.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.
-
15.–20. Jh.
NeuhochdeutschÜberlassenv., trs
Campe (1807–1813)
Überlassen , v. trs . unregelm. ( s. Lassen). D. Überlassen. D. — ung. 1. \Uumlacute;berlassen, ich lasse über, übergela…
Verweisungsnetz
2 Knoten, 1 Kanten
Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen
Filter:
Kompositum 1
Sackgasse 1
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit UEberlassen
0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen
Keine Komposita gefunden — UEberlassen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.
Zitieren als…
- APA
-
Cotta, M. (2026). „UEberlassen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/UEberlassen/campe?formid=U00474
- MLA
-
Cotta, Marcel. „UEberlassen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/UEberlassen/campe?formid=U00474. Abgerufen 18. May 2026.
- Chicago
-
Cotta, Marcel. „UEberlassen". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/UEberlassen/campe?formid=U00474.
- BibTeX
-
@misc{lautwandel_UEberlassen_2026, author = {Cotta, Marcel}, title = {„UEberlassen"}, year = {2026}, howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern}, url = {https://lautwandel.de/lemma/UEberlassen/campe?formid=U00474}, urldate = {2026-05-18}, }