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Äuwer

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Äuwer m., n.

Bd. 1, Sp. 508
Wossidia MeckWBNÄuwer Öwer m., n. 1. die ursprüngliche Bedeutung Ufer, Gestade: 'als he (der See) licht in sinen overen und borden' (1508) Jb. 1, 214; de Tüffeln (Pantoffeln) setten se am Öfer beyd tohoop Babst 1, 28; ... wur lütt Bülgen Ganz sacht an 't Ööwer lepen Egg. Trems. 7; Dunn tummelt nah Hus se Denn Öwer bi 't Water Bri. 1, 135; an 'n Öwer ebda 1, 139; Dat Äuwer is jo vel tau steil Reut. 7, 95; Ein Grawen mit hoge Äuwers Stillfr. Lust. 50; Up 't Äuwer olle Widen ebda 51. 2. verallgemeinert Abhang, kleine Anhöhe, erhöhter Teil eines Ackerstücks, das höher liegende Ende eines abfallenden Feldes; in dieser Bedeutung heute stets m.: as hei up den Äuwer kamm Reut. 2, 70; 2, 53; den steidelsten Äuwer ruppetrecken Bri. 3, 41; baben up den Äuwer, wo de breide Landstrat sick an rümmer wünn, dor stunnen twei mächtige Eddeldannen ebda 5, 102; 3, 24; de Scheper hödd sin Schap hinner 'n Öwer ebda 3, 19; achter 'n lütten Öwer dor sitten twee Bröder Rätsel von den Augen Wo. V. 1, 150 a; Rda. von einem Dienstboten, der seine Stelle heimlich verlassen hat: dee is œwer de Äuwers gahn über alle Berge Wa. — Mnd. ver m., n. in beiden Bedeutungen, vgl. Schill.-Lübb. 3, 250b; zur Etymologie vgl. Kluge-Götze 639a; Reut. gebraucht das Wort im Sinne von 1 sächlich, in der Bedeutung 2 männlich, Bri. unterscheidet nicht (s. die Belege). — FN.: Bäuk-, Gäl-, Grot-, Hoch-, Höll-, Kätel-, Lütt-, Scheif-, Stint-, Swatt-, Swögen-, Wittäuwer. — Zss.: Anäuwer (Sp. 292); Grabenäuwer. — Br. Wb. 3, 278; Da. 150b; Dä. 340b; Me. 3, 924; Schu. 24; Teu. 2, 36.
1548 Zeichen · 46 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Äuwerm., n.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Äuwer Öwer m., n. 1. die ursprüngliche Bedeutung Ufer, Gestade: 'als he (der See) licht in sinen overen und borden' (150…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit AEuwer

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

AEuwer‑ als Erstglied (4 von 4)

Äuwerdeuwel

MeckWB

AEuwer·deuwel

Äuwerdeuwel m. Uferteufel, in der Beteuerungsformel: ick will Knorrendeuwel, Äuwerdeuwel un Füerfräter sin Gü Wils .

Äuwersnak

MeckWB

AEuwer·snak

Äuwersnak f. Uferschlange, im Segen gegen Schlangenbiß: Arre, Weser, Spitzmus un Äuwersnak, Din Biss is di geraden Staak Krankh. 246.

Äuwersœg'

MeckWB

Äuwersœg' f. Ufersau, Scheltwort für ein schmutziges Kind Ro Dierh .