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zinngraupe

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zinngraupe f.

Bd. 31, Sp. 1440
zinngraupe, f., kristallinisches zinnoxyd, kristallisierter zinnstein: ziengraupen 'ist gantz reine zienertz, und hält über die helffte zien' Junghans gräublein ertz (1686) f 3d; ziehnstein oder zwitter 'ist ein sehr schwer ertz, und gibt doch das leichteste metall, das ertz ist braunfarb mit einer kleinen gilbe vermischt. die reichen ziehngraupen aber seyn schwartz, schön von gewächs als wären sie polirt' Besold thes. pract. (1697) 2, 115b; ziengraupen 'sind das reineste zienertz, wenn es als graupen von allerhand couleuren von steine mercklich in die augen fället und insgemein zweydrittel zien geben' Minerophilus bergwerckslex. (1730) 732; Frisch 2, 479a; krystallisirtes zinnerz Voigt beitr. z. e. min. id. 326; zinngraupe 'eine art vieleckigen zinnerzes, welches aus zinn, eisen und einer unmetallischen erde bestehet; sind sie klein, dem anscheine nach ohne ecken, und anderm gesteine eingesprengt, so werden sie zwitter genannt; sind die zinngraupen mit kies überzogen, so nennen die bergleute sie zinngraupen in der haut' Adelung2 4, 1720; in Sachsen ... nennt man die durchsichtigen zinngraupen zinngranaten Krünitz öcon. encycl. 19 (1780) 703; plumbum candidum purissimum, lapilli Aldenbergii candidis fluoribus pellucidis similes weisze zingraupen, lapilli flavi vino sulphuri similes, in hegnisto metallo bleichgelbe zingraupen auff den hengst, crocei coloris rotgelbe zingraupe, virides ... grawe zingraupen (in aquis reperti) Martin Ruland lex. alch. (1612) 367; candidi ... in rivis inventi weisze geseiffte zingraupen ebda 367; zinncrauppe bei Fischer schwäb. 6, 1218: es haben daselbst ... wie auch zum Schlackenwald die aller schönsten ziengraupen gebrochen Albinus meiszn. bergkchron. (1590) 22; man findet grosze zihngraupen allerley farb Mathesius Sarepta (1571) 29a; die reichen zingraupen seind schwartz L. Ercker beschreibung aller mineral. ertzt (1580) 120a; doch haben die ziengraupen und andere nicht viel underscheids von zien, das darausz gemacht wird Ph. Bech Agricolas bergwerckbuch (1621) 80; massen von zinngraupen, die sich nesterweis krystallisirt hatten, von Schlackenwalde Göthe III 3, 144 W.; IV 32, 19 W. übertragen: in einem nützlichen buche ist viel güldenes glantzertz, viel gediegen silbers, viel schöne zingraupen hin und her zu finden Treuer dt. Dädalus (1675) 1, 230. dimin.: an den örtern da man zien weschet, hat man einen groben schwartzen sand, darinnen ziengreuplein, welche man auch schlich nennet Albinus meiszn. bergkchron. (1590) 173; zinngräuplen oder keffer 'heiszet man insgemein den mit anhang des gebirges befindlich sichtigen seiffenstein, oder sichtlichen graupen, die durchs puchwerck müssen zu gut gemachet werden' Hübner cur. u. reales lex. (1714) 448; zinngräupchen Knebel liter. nachl. (1835) 3, 382.
2808 Zeichen · 45 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zinngraupe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Zinngraupe , plur. die -n, eine Art vieleckigen Zinnerzes, welches aus Zinn, Eisen und einer unmetallischen Erde bes…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zinngraupe

    Goethe-Wörterbuch

    Zinngraupe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zinngraupe

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Ableitung von zinngraupe

zinngraupen + -e

zinngraupe leitet sich vom Lemma zinngraupen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von zinngraupe 2 Komponenten

zinn+graupe

zinngraupe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — zinngraupe kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zinngraupe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zinngraupe/dwb?formid=Z06790
MLA
Cotta, Marcel. „zinngraupe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zinngraupe/dwb?formid=Z06790. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „zinngraupe". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zinngraupe/dwb?formid=Z06790.
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