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upwerpen

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

upwerpen stv.

Bd. 3-2, Sp. 909
upwerpen (16. Jh. auch:) -warpen, (selten:) op-, *uf-, stv. (Prät.: Ind. 3. Sg. -warp, -wurp, warp up, Pl. worpen up, wurpen up; Part. Prät. -[ge]worpen, -gewurpen, uppewurpen): I. trans. — 1. hochwerfen, in die Höhe werfen, „unde sniden en [den doden] to groten stucken unde werpen de stucke up, dat se de voghele gripen” (Mandeville 173). — 2. zu einem Haufen aufwerfen, „In dere stat was vil erde upgeworpen” (Sächs. Wchr. 260); — zu einer Untiefe aufspülen, „Syrtes ... vpgeworpen sandt / vnd gefahrlyke oͤrde im Meer” (Chytr. 76); — durch Werfen aufladen, „betalt vor dreck uptowerpende achter sunte Oleff 1 mr.” (Reval KR 2, 1, 466); — auswerfen, „de lunghe muͦt [dat sap] ok myt hostene op werpen” (Brem. Arzneib. 11); — wegwerfen, „ne doch et [dat solt] mer dat men it up werpe vnde dat it van den luden werde to treden” (Buxteh. Ev. Matth. 5, 13). — 3. durch Aufwerfen errichten, „Dersolvig welcher an stede des tuines einen wall upwerpet ... der soll sechs foth von des anderen mans grunde verwiken” (LandR. Münsterld. 21), „unde günnen En ... , dat sie sodaen Halligen und uffgeworpen Landt ... indicken und gebru- []cken moͤgen” (Laß Husum Forts. 96); — allg. errichten, „effte jdt geschudt dadt ein man up des anderen grundt und boddem buwede midt hudten ... telten, schwinekauen, wadt jdt were upgeworpen gemakedt effte gebuwedt hedde” (Ekenberger Elucubr. 118), „Dar twe nachberen twischen ihren cempfen eine hege, welcker upgeworpen wert, liggen hebben” (LandR. Münsterld. 14). — 4. ausheben, durch Aushub / Auswurf schaffen, „Dersolvig welcher den graven upwerpen will, soll van des anderen mans grunde drei foth verbliven” (LandR. Münsterld. 23), „sineme kumpane vor de Driven uptowerpende ... 4 s.” (Ub. Hildesh. 7, 642); — durch Aushub freilegen, öffnen, „Des fridages ... worden de graven en deel wedder upgeworpen, de de viende by nacht hadden togetogen” (Chr. d. d. St. 35, 106). — 5. nach oben richten, „Do he dyt sach, gans seer vorschrack, syne hant upwarp unde sprak” (Chr. d. d. St. 16, 209), (Vbdg.:) de nēse u. als Ausdruck des Hochmuts, „Jdermann klaget ytzundes auer dat ... vntruͤwe Gesynde / welckere se nicht allene suer ansche-len / ere kruͤmmede Nese voͤr en vpwerpen / en trotzige Wordt geuen” (Nic. Gryse Laienbibel 1, Q 1v). — 6. aufschlagen, durch Hochheben öffnen, „[se] [l]egerden sick vor de Monkeborger brugge, wurpen de brugge up und makeden kleine schantzen up dat deep” (Beninga ed. Hahn 1, 495), „Do quam sunte Elyzabeth vnde werpp vp de decken” (Elisabeth 83), „Do men dat licham hadde gelecht up de bare, do warp he de oghen weder up” (Meinolf 22). — 7. c. A. p. erheben, in ein höheres Amt setzen, mit einer höheren Aufgabe betrauen, „Arbiter honorarius, ... den beide partyen thom richter hebben vpgeworpen vnd angenamen” (Chytr. 139), „Also vro also dar eyn nyghe borgermester off hertighe upgheworpen wert” (Hanserec. II 2, 269), „Einen Hoevetman soellen se vpwerpen” (Münst. Täufer 1, 296), „Verlopen monneke werpen se op, De en prediken na erem kop” (Zs. Hamb. Gesch. 2, 260). — 8. etw. kennzeichnen, „Darna ... anspreken de heren in der borch dat wischblek an unde leten sweren orer cappittelsheren twene, dat blek were orer kercken to Elbere, unde worpen dat up myt eynem steyne” (Chr. d. d. St. 16, 62). — 9. jemdn./etw. zurückweisen, ablehnen, „Wor en man vele tughe ghenomet vnde wert eme de tughe en deel vp geworpen he mach der anderen wol ghenyeten de eme nicht vp gheworpen synt” (Lüb. StR ed. Hach 415), „Wii begeren ju weten ... wu dat ghi opwerpen unse solt, dat in unsen landen ... gezoden wert” (Livl. Ub. I 7, 348), „Waersoe een bloet deeff stelt, en he tegens den clager up warpt tho stryden” (Ostfries. Rqu. ed. Richthofen 367); — jemdn.
3777 Zeichen · 122 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    upwerpenst. V.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    upwerpen , st. V.? nhd. aufwerfen, herauswerfen, aufschlagen, öffnen, erheben (zum König oder Fürsten), sich widerrechtl…

  2. modern
    Dialekt
    upwerpen

    Mecklenburgisches Wb.

    upwerpen a. Spr. aufwerfen, mod. nur upsmiten: 'alse eine SOege aver einen ROeven Acker darinne se ... plecht thowOelen …

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Cotta, M. (2026). „upwerpen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/upwerpen/mnwb?formid=U05426
MLA
Cotta, Marcel. „upwerpen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/upwerpen/mnwb?formid=U05426. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „upwerpen". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/upwerpen/mnwb?formid=U05426.
BibTeX
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