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unzerbrechlich

mhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unzerbrechlich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 2286
unzerbrechlich, adj. adv., nicht zerbrechlich. mhd. unzerbrechelich. vgl. unverbrechlich. von concretis: die oberweld, als himel, stern und gantz firmament sein unzerprechlich und unzerütlich leib B. v. Chiemsee 169; eine unzerbrechliche kette, pfeilbund, metalle, mauern, riegel, fesseln, zaubergärten, zinn, käfig, glas Weise polit. redner (1677) 12; Herder 5, 110 S.; Bürger 1, 293 B.; 1, 245 B.; E. M. Arndt 1, 249 R.-M.; F. Th. v. Schubert verm. schr. 2, 124; Brentano 5, 8; Platen 2, 287 R.; S. Brunner erz. 1, 326; Muspratt chemie (1891) 3, 1620. prädicativ: der grundstein groszer herrn, für denen alle welt erzittert und den man für unzerbrechlich hält, besteht auf trübsand nur Lohenstein der erl. hoffm. a 3a; J. H. Vosz Ilias 14, 55; unzerbrechlich ist das siegel Hebbel 7, 100 W.; Lueger lex. d. g. technik 4, 670. von abstractis: unzerbrechliche treue, kraft, freundschaft, eide, zauber Lohenstein Arm. 2, 920a; Schiller 14, 24 G.; Tieck (1828 ff.) 8, 42; E. M. Arndt 6, 67 R.-M.; Kürnberger novellen 1, 5. derowegen schauet, ob die gesetze der freundschaft u. A. Gryphius trauersp. 455 P.; Schiller 14, 328 G. von personen: so wäre der äuszere mensch unsterblich und u. Jac. Böhme 6, 15; der unzerbrechliche Stein, Rohan E. M. Arndt 5, 279 R.-M.; Laube 5, 6. adv.: V. meinte, dasz keine macht für den römischen legionen u. stehen könte Lohenstein Arm. 2, 1054a. dazu unzerbrechlichkeit, f.; incorruptio, incorruptibilitas: in unleydenheit und u. Jac. Böhme 5, 6; eigentlich: ihr suchet unzerbrechlichkeit in glas und thon und scherben Herder 27, 297 S. unzerbrochen, part. adj. adv.; mhd. unzerbrochen, mnd. untobroken. vgl. undurch-, unge-, unverbrochen. infractus, illabefactus Frisius 94a; 646a; ratum bündig, genem, u., gentzlich Schöpper g 2a. unzeprechenen, unzerbrechne (Weinhold mhd. gr.2 65; al. gr. 28; 76; 95; bayr. gr. 26) codex Tepl. 2, 31 Huttler; Schade satiren 3, 86. a) veraltetes: aber im winter wol, da fällt er (d. nordwind) in die windsterne, ist ihm u. (gestattet) Paracelsus (1616) 2, 81 c H. incorruptibilis: die unzerbrochen kron erste d. bibel 2, 85, 28 K.; aus unzerprochem same B. v. Chiemsee 667; die toten erstend in dem unzerbrochen (in incorruptibilitate) erste d. bib. 2, 106, 39 K.incorruptus kusche oder oder unczubrochen Diefenbach gl. 293a. vom bette: das betthe was noch u., daran man kein zeichen finden mocht, das ettwas were darin gelegen Warbeck Magelone 39 B.; b. d. liebe (1587) 38a; da fanden wir ... sein bett noch gantz und u. Grimmelshausen 4, 569 Keller; u. oder -verlegen vogelnest 2, 473 Keller. b) sinnlich: er ... zeigte mir ..., dasz mein sigill ... noch u. Grimmelshausen 4, 704 Keller; unzerbrochene gläser Nicolai reise 1, 237; unzerbrochenen fuszes Lichtenberg nachlasz (1899) 53; schild Grabbe 1, 168 Bl. im bilde: an der güldenen unzerbrochenen kette Lehmann florileg. (1662) 4, 208, liebesband Venusgärtlein 58 neudr., instrument J. J. Engel 2, 236, idol Döllinger ak. vorträge 1, 373. von abstractis (heute unüblich): in unzerbrochner gewonheit Dietenberger ob s. Peter zu Rom gewesen f 3b; zu einem waren und unzerbrochnen zeichen warer lieb Wickram 2, 340 B.; liebe, treu, treuheit, innung Paracelsus (1616) 1, 497 a H.; pastor fido (1671) 29; Scheffel (1907) 3, 124; Rückert 2, 132; (dasz) auch unser freundschaft also sey ohn end und unzerbrochen frey W. Spangenberg anbindbr. n 2b. willkommen, Jesu, aus dem grabe! ... du bild von jenem mandelstabe und unzerbrochnem osterlamm! Triller poet. betrachtungen (1750) 2, 488. adv. (veraltet): dabi söllent si ... dem trülich, ufrecht und unzerprochen nachkommen und gnuogthuon documente z. g. d. b. Hans Waldmann 2, 38. Teuerdank 288, 49 G.; Luther 18, 341 W.; H. Sachs 17, 8, 19 G.; Fischer schwäb. wb. 6, 283; wir begen den h. ostertag unendert und u. Aventin 4, 895, 5 L. dazu unzerbrochenheit, f., incorruptio erste d. bib. 2, 15, 14 K.; 2, 105, 17 K.; unzerbrochenkeit 2, 173, 19 K.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unzerbrechlichAdj.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    unzerbrechlich , Adj. nhd. „unzerbrechlich“, unzerstörbar Hw.: vgl. mnd. untōbrēkelīk Q.: Apk (vor 1312), Parad, Hiob (F…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unzerbrêchlich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Unzerbrêchlich , -er, -ste, adj. et adv. was sich nicht, oder doch sehr schwer zerbrechen läßt. Daher die Unzerbrechlich…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unzerbrechlich

    Goethe-Wörterbuch

    unzerbrechlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. Spezial
    unzerbrechlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    un|zer|brech|lich adj. 1 che ne se rump nia, che ne se spaca nia 2 solid (-ig, -a).

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Wortbildung

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Ableitung von unzerbrechlich 2 Analysen

un- + zerbrechlich

unzerbrechlich leitet sich vom Lemma zerbrechlich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+zerbrechen+-lich

Keine Komposita gefunden — unzerbrechlich kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „unzerbrechlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unzerbrechlich/dwb?formid=U13207
MLA
Cotta, Marcel. „unzerbrechlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unzerbrechlich/dwb?formid=U13207. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „unzerbrechlich". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unzerbrechlich/dwb?formid=U13207.
BibTeX
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