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strobelig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strobelig adj.

Bd. 19, Sp. 1632
strobelig, strobelicht, adj. , struppig; von strobeln 'emporstehen'. seit dem älteren nhd.; mundartlich heute noch weit verbreitet, meist strubelig, struwelig. 11) eigentlich: wirr emporstehend, struppig, von den haaren und federn: wenn das pferd ein heisz trücken maul, und stroblechte haar hat Uffenbach neuw roszb. (1603) 2, 120; der neid kann mit der schwärzesten galle, dem stroblichten haare nicht leugnen Bodmer Bodmer nicht verkannt! 12, 99 lit.-denkm.; die kleine brut (von kindern) mit den braunroten backen, dem gelben, strubbeligen haar und den groszen neugierigen augen Polenz Grabenhäger (1898) 1, 52; sein haar stand so struwelig über den schläfen G. Freytag ges. w. (1886) 6, 240; (er hatte) einen nit fast rauhen, haarichten oder stroblichten bart Porta physiognomy (1601) 216; schaut, wie stroblich seine (des wildschweins) borsten Brockes ird. vergnügen 6 (1740) 227; dagegen haben die Wallachen ... noch welche (hühner) mit gesträubten und strobelichten federn Sulzer gesch. d. transalp. Dacien (1781) 1, 68. 'mit emporstehendem haar': strobelichter kopf Kramer t.-ital. 2 (1702) 1014c; starcke eber mit breittem, stroblechten rücken W. Spangenberg eselkönig (1625) 277; es geschicht offt, dasz die pferde durch ihre magerheit stroblicht werden; ... honig im wasser ... wird dem stroblichten pferd sehr nutzbar seyn Hohberg georg. cur. 3, 2 (1715) 209b. von den blättern (grannen?) an der ähre der hirse: des (hirse) eher hat strobelechte pleter K. v. Megenberg buch d. natur 403 Pfeiffer, hs. d. 15. jhs.mundartlich strubelig, struwelig meist 'mit zerzaustem haar', von menschen, auch im verallgemeinerten sinn von 'unordentlich', s. Woeste westf. 259; Bauer-Collitz Waldeck 100b; Crecelius oberhess. 816; Hönig Köln 177; Martin-Lienhart elsäss. 2, 624; Fischer schwäb. 5, 1872; Seiler Basel 282; Meyer-Mauermann d. richtige Berliner 174; Bernd Posen 299; Hertel Thür. 238; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 579; Kramer Bistritz 128; Kisch vgl. wb. 218. im bair.-österr. strobelig, s. Unger-Khull steir. 584a; Hügel Wien 211. 22) übertragungen: strubbelich verrucosus; strubbelich (ruwe, strublich, scharp) saber v. d. Schueren Teuthonista 383 Verdam. 'rauh' vom wetter: es ist struwwelig wetter es regnet, schneit Kehrein Nassau 318. 'verwirrt' Martin-Lienhart elsäss. 2, 624. — 'ungefüge, rauh' vom menschlichen charakter: ew. hoheit zürnen mir nicht, wenn ich struwelig und widerhaarig war Gustav Freytag u. Herzog Ernst v. Koburg im briefw. 264 Tempeltey; wenn du kämst, könnt's leicht häupeleien geben, weil du so strobelig bist H. Kurz sonnenwirth (1862) 2, 79. ähnlich mundartliches strublig 'sauertöpfisch' Schweiz. id. 11, 1955; struwelig 'uneinig' Vilmar-Pfister Kurhessen 2. erg. heft 38; 'grob, rauh': (ich) habe bemerkt, dasz (bei den Schweizern) die wahrheit mehr ins gesicht gesagt wird, als in unserer verschliffenen welt, obwohl oft stroblig rauh Vischer auch einer (1879) 2, 247.
2992 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strobeligadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Strobelig , — er, — ste , adj . u. adv . straubig, struppig. Davon die Strobeligkeit .

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Wortbildung

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Ableitung von strobelig

strobel + -ig

strobelig leitet sich vom Lemma strobel ab mit Suffix -ig.

Keine Komposita gefunden — strobelig kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.