Eintrag · Elsässisches Wb.
rich
rich [ri S.; riχ fast allg.; ræìχ Bühl N.; reìχ Rosteig] Adj. reich. Lueg, du bist r., und ich wollt doch nit mit dir tüschen Co. Der Bauer schliesst nach der Reinlichkeit in einem Haushalt auf den Reichtum der betr. Familie: Die han awer proper, dis sind allenwëj orig richi Lit Z. Ich bin nit r., awer ich lëb wie e Richer sagt einer, der bei seiner Arbeit gut isst und trinkt Pfulgriesh. Iron. Rda. R. sin, dass eim d Hor zue der Kapp hinus wachsen arm sein Hunaw. Spw. ‘Die richen hant den glouben in den Kisten’ Geiler s. Als. 1862/67, 154. Mir sind auch r., wënn mir uf den Mist hocken Rothb. Von einem Betrunkenen: Ër ist r. genueg Ruf. JB. IX 118. R. wie e Steinesel sehr reich Z. JB. VII 197. Einer mit dem Namen Rich sagt im Scherz: Ich bin r. und heiss R. und bin r. geboren: Wië kanns denn mir fëhlen? Obhergh. Du bist oich noch nit r. gestorwen du brauchst nicht auf deinen [] Reichtum zu pochen Co. Gruss bei der Weinlese: Wërde-n-ihr r.? — Ä, mir nëhmen, was s gibt! Ruf. ‘Wiltu rich werden, so mustu din sel erst wegwerfen, dan wider herfuer suchen’ Geiler, s. Als. 1862/67, 154. — Bayer. 2, 19.