Eintrag · Goethe-Wörterbuch
Handschlag
Handschlag gegenseitiges Einschlagen mit der Hand, Händedruck; zum herzl Gruß, Willkommen, zur Bekräftigung eines (ritterl Treue-)Versprechens; einmal in emphat-überhöhender Schilderung; auch ‘heiliger H.’ Käm’ der liebe Wohlbekannte, | Völlig so wie er geschieden; | Kuß erkläng’ an seinen Lippen, | Hätt’ auch Wolfsblut sie geröthet; | Ihm den H. gäb’ ich [je serrerais sa main], wären | Seine Fingerspitzen Schlangen GWB1,155 Finn Lied 5 [Julie zu Lucidor:] Hierauf nahm er [Julies Vater] uns allen den feierlichsten H. ab, daß wir Sie beobachten und, es geschehe was wolle, Sie hinhalten sollten GWB24,170,28 Wj I 9 Wer ist dVerrät [Weisl zu den Rittern:] So in gedrängten Reihen schreitet heran, und laßt diese geschlungene Kette, dieses Ineinandergreifen eines ernsten, entschiedenen H-s, als ein Sinnbild gelten jenes festen Bundes, den wir schlossen GWB132, 331 Götz3 Plp GWB39,65,24 Götz1 II~GWB8,66 Götz2 uö für Übereinkunft, Verpflichtung [Pfarrer zu Dor:] Sicher, du überlegtest nicht wohl .. | Wenn du bei Fremden zu dienen dich allzu eilig entschlossest, | .. der H. bestimmt das ganze Schicksal des Jahres, | Und gar vieles zu dulden verbindet ein einziges Jawort GWBHermDor IX 116 Michael Schilar M.S.