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erbelich

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MWB
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Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

erbelich

Bd. MWB 1 1801, Sp. 14
erbelich Adj., Adv. adv. auch -lîchen. ‘erblich’ 1 Adj.
1.1 ‘erbberechtigt’
1.2 ‘vererbbar, erblich’ (für alle Zeiten, unwiderruflich)
2 Adv.
2.1 als Erbschaft
2.2 ‘dauerhaft’
   1 Adj.    1.1 ‘erbberechtigt’ stete ze habenne iemer me fivr mich vnd mine erbelichen nahkomen ælliv div reht UrkCorp (WMU) 834AB,39; ire kindere, erbin ofe erfliche naykomelinge UrkSiegen 203 (a. 1350). – ‘durch Erbfolge bestimmt’ (vgl. erbehërre ): erbliche herren, ir sit / schuldic im [dem Bauern] zu aller zit / vride, genade schaffen Daniel 1823    1.2 ‘vererbbar, erblich’ (für alle Zeiten, unwiderruflich): vmbe vnse erfliche reit [Rechte] in deme dorp zuͦ Lynse UrkCorp (WMU) 146,8; Nikil Mölstein hat gekauft eyn halbe mark czinses erblich auf Remel baders erbe UrkGlatz 74 (a. 1342); UrkSiegen 81 (a. 1313); UrkWürzb 45,133 (a. 1338). – ‘dauerhaft, ewig’ [der Teufel] alliz menschlich kvnne fraz / dvͦrch sinen erbelichen haz PrHess 57,62    2 Adv.    2.1 als Erbschaft: were iz sache daz der junge marcgrave von Missen ane libis erben abe ginge, daz daz lant erblichin an on [l. in (seinen Vormund)] solde gevalle Köditz 30,22; min vater des hate ahte, / daz er ez vil wol bedahte, / wer nach im hie erbeliche / solde besitzen daz riche Macc 9539; nieman hat recht, des riches gut zu besitzen erblich, dan des riches dinstman KlKsr 3,5; NvJer 18088; StiftStBernh 247    2.2 ‘dauerhaft’ dat wir inde vnse nakuͦmelinge, die na der zit ze Guleghe greuen sint, ze Kolne burgere worden sin inde wesen suͦlen erffliche UrkCorp (WMU) 69AB,38. – in der Wendung ~ verkoufen: unter Ausschluss des Rückkaufrechtes, d.h. für alle Zeiten ‘als erbliches Gut verkaufen’ das wir [...] unser dorff [...] erblichen vorkoufft haben und in krafft desis brieffs erbelichen und ewiglichen vorkouffen DRW 3,102f. (BürgelUB.; a. 1333); wir [...] hant virkauft den juncfrauwin zu Keppele erfligin an daz geluchte [zur Beschaffung der Beleuchtung] al unsir gut UrkSiegen 190 (a. 1348). – in der Paarformel ~ unde êwelîche ‘für alle Zeiten, unwiderruflich’ wijr [...] herren zo Burensheim doyn kunt [...] dat wijr [...] verkouffen ind verkoufft hayn [...] deyme kapittele van sent Gereone zu Collen erffligen ind eweligen, fredeligen ind vrij zo halden ind zo besitzene [...] unse vadye [Vogtei] zo Huͦsen UrkGerKöln 363 (a. 1336 kopial); UrkDOKobl 1,408 (a. 1348); UrkKaisersw 252 (a. 1348). unde geloben [...] den selben kauf erffeliche eweliche unde ummer me stede veste unde unverbrucheliche zo handinne UrkDOKobl 1,408 (a. 1348)

MWB 1 1801,14; Bearbeiter: Richter

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    erbelichadj.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +2 Parallelbelege

    erbelich adj. BDan.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erbelich

4 Bildungen · 1 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von erbelich 3 Analysen

er- + be + -lich

erbelich leitet sich vom Lemma be ab mit Präfix er-, mit Suffix -lich.

Alternativen: erbe+-lich erb+-e+-lich

erbelich‑ als Erstglied (1 von 1)

erbelich als Zweitglied (3 von 3)

stërbelich

Lexer

sterb·elich

stërbe-lich adj. exitialis Dfg. 217 a . sterf lich, moribundus ib. 368 c iʒ wêre alliʒ sterblich L.Alex. 4859. ;

unsterbelich

KöblerMhd

unst·erbelich

unsterbelich , Adj. nhd. unsterblich Hw.: vgl. mnl. onsterfelijc, mnd. unsterflīk Q.: Brun (1275-1276), Parad (FB *unstërblich) E.: s. un, s…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „erbelich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/erbelich/mwb?formid=40689000
MLA
Cotta, Marcel. „erbelich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/erbelich/mwb?formid=40689000. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „erbelich". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/erbelich/mwb?formid=40689000.
BibTeX
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