Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
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Blessington (spr. bléssingt'n), Margaret, Gräfin von, engl. Schriftstellerin, geb. 1. Sept. 1789 in Knockbrit bei Clonmel in Irland als Tochter des Landbesitzers Powers, gest. 4. Juni 1849 in Paris, verheiratete sich, kaum 15 Jahre alt, mit dem Kapitän Farmer und, nachdem sie 1817 Witwe geworden, bereits im folgenden Jahr mit Charles John Gardiner, Grafen von B., der sie in die höhern Zirkel einführte. Mit ihm machte sie ausgedehnte Reisen auf dem Kontinent und schloß in Genua Freundschaft mit Lord Byron, dessen eifrigste Verteidigerin sie wurde. Bis zum Tod ihres zweiten Gatten (1829) hielt sie sich in Paris auf und versammelte hier wieder die ausgezeichnetsten Geister um sich. Dann lebte sie in England auf ihrem Familiensitz Gorehouse zu Kensington, von der Londoner Welt ziemlich abgeschieden; doch wurden ihre Soireen, von denen Gegner Byrons ausgeschlossen waren, von Bulwer, Dickens u. a., besonders aber von Ausländern zahlreich besucht. Beziehungen zu der Napoleonischen Familie führten sie nach Paris. Ihr Schwiegersohn, Graf d'Orsay, ist der Karikaturenzeichner N. B., und sie selbst soll nicht geringen Anteil an dessen beißenden Satiren auf die Politik der Whigs gehabt haben. Als Schriftstellerin ist sie im Auslande, namentlich in Frankreich, mehr gefeiert worden als in England. Ihre Darstellung ist etwas breit, aber lebendig und ihre Sprache von großer Eleganz. Eine ihrer ersten Schriften waren die »Travelling sketches in Belgium« (1825), worin sie, wie später in den »Conversations with Lord Byron« (1834), offen für Byron eintrat. Es folgten außer den »Desultory thoughts and reflections« (1839), seinen philosophischen, aber in echt weiblichem Geiste gehaltenen Erörterungen, rasch auseinander zahlreiche, meist dem Leben der höhern Kreise entnommene Erzählungen, unter denen hervorzuheben sind: »Grace Cassidy, or the repealers« (1833, 3 Bde.); »The two friends« (1835); »Confessions of an elderly gentleman« (1836); »The victims of society« (1837), ihr bekanntestes und vorzüglichstes Werk; »Confessions of an elderly lady« (1838); »The governess« (1839); ferner »Idler in France« (1841); »Idler in Italy« (183940), viele Details aus dem Leben der Verfasserin auf dem Kontinent enthaltend; »Memoirs of a femme de chambre« (1847) und »Country quarters« (1850). Sämtliche Werke wurden ins Deutsche übersetzt. Vgl. Madden, The literary life and correspondence of the Countess of B. (Lond. 1855, 3 Bde.).
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19./20. Jh.
Konversationslex.Blessington
Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg
Blessington (—t'n), Margareth, geb. 1789, heirathete als Capitänswittwe den irischen Grafen B. und hielt sich bis zu sei…
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Cotta, M. (2026). „blessington". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/blessington/meyers?formid=B06181
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Cotta, Marcel. „blessington". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/blessington/meyers?formid=B06181. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „blessington". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/blessington/meyers?formid=B06181.
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