Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
aneblic stM.
2 ‘das Aussehen, Äußere (von jmdm./etw.)’
1 ‘Blick (auf jmdn./etw.)’ den läuten ze ainem anplick und zuo ainem schawen BdN 161,29; [der Basilisk] tœt die läut neur mit seinem vergiftigen anplik ebd. 264,2; alsô hât got in sînem êrsten êwigen anblicke alliu dinc anegesehen Eckh 5: 416,3; da der mensch nach allem sinem muͦtwillen lebet sunder anderheit, ane allen anblik in vor und in nach Seuse 352,28; [Christus] hies im raichen ein tüch. / fur seinen anplik [Blickfeld] er es hüb / und drukht mit paiden henden an, / das ein antlitz ward daran Hawich 1546. – ‘auf den ersten Blick’ [ die Bienen] machent die obersten drei zeil lær von honich, dar umb, daz daz honig an dem êrsten anplick iemant hin zuo lad, der in schaden pring BdN 289,12 – ‘Sichtbarkeit’ der sterb werte als lang, als lang der stern anplik wert und ir samnung BdN 111,29; der sunnen stern; der benimt im mit seinem schein seinen anplik KvMSph 36,9 2 ‘das Aussehen, Äußere (von jmdm./etw.)’ von himel chom ein engel licht; / des amplick gab so prehenten schein / daz wir [...] alle vielen fûr tôt nider GvJudenb 2469; von seinem [Christus am Kreuz] an plikch wol gar / was verswunden sein schon [Schönheit] für war Märt 4093
MWB 1 225,19; Bearbeiter: Diehl